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09.17 Uhr | 23. April 2021 | PR-Anzeige

Ein neuer Chef für die Kinderklinik

KLINIKUM WORMS: Prof. Dr. Heino Skopnik geht Ende April in den Ruhestand / Univ.-Prof. Dr. Markus Knuf tritt seine Nachfolge an

Der neue Leiter der Kinderklinik Worms: Prof. Knuf. Foto: Klinikum Worms, Pakalski

WORMS – Die Fliege und Prof. Dr. Heino Skopnik – wenn es irgendetwas gibt, was typisch für den Chefarzt der Kinderklinik des Wormser Klinikums ist, dann ist es der bunte Kragenschmuck, ohne den der Kinderarzt nur äußerst selten zu sehen ist. Fast 25 Jahre stand die Kinderklinik unter seiner Leitung – nun verabschiedet sich Prof. Skopnik zum 30. April 2021 in den Ruhestand.

Der erste Arbeitstag von Prof. Skopnik im Wormser Klinikum liegt etwa ein Viertel Jahrhundert zurück. Um genau zu sein war es der 1. August 1996, als er seinen Dienst als Chefarzt der Kinderklinik antrat. Prof. Skopnik ist damals aus Aachen an den Rhein gekommen. An der dortigen RWTH hatte er zuvor knapp zehn Berufsjahre verbracht – zuletzt als leitender Oberarzt der dortigen Kinderklinik. Sein Medizinstudium hatte er zuvor in Münster absolviert. Es folgen Assistenzarztjahre in Köln und Aachen.

In seinem fast 25-jährigen Wirken am Wormser Klinikum hat Prof. Skopnik Spuren hinterlassen. Zu nennen ist hier etwa der Aufbau der Mukoviszidoseambulanz für Kinder und Erwachsene als zertifiziertes Zentrum. Viele der Patientinnen und Patienten hat er von Anfang an über viele Jahre durch gute, aber auch sehr schlechte Phasen, eng begleitet. Außerdem brachte er seine enorme Expertise auch in verschiedenen Arbeitsgemeinschaften und Gremien ein. So hat er etwa den CF-Verbund Rheinland-Pfalz mitgegründet und viel auf die Beine gestellt. Umso schöner, dass sein „Baby“ – die Mukoviszidoseambulanz – nach seinem Weggang in den Händen von Oberärztin Tina Teßmer weiterlebt.

Die Einrichtung einer gastroenterologischen Ambulanz geht ebenfalls auf Prof. Skopniks Konto. Er hat das Zentrum, das er nun an Oberärztin Dr. Andrea Arnoldy übergibt – nicht nur aufgebaut, sondern auch mit großer Expertise geleitet.

Hinzu kommt die Implementierung der anderen pädiatrischen Subspezifitäten zu einer gut aufgestellten Kinderklinik inklusive Kinderpneumologie, Kinderkardiologie, Kinderneurologie, Diabetologie, Endokrinologie, Schlafmedizin und Kinderschutz. Prof. Skopniks Engagement ist es ebenfalls mit zu verdanken, dass die Neonatologie des Klinikums – also die Behandlung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen – als Perinatalzentrum Level 1 zertifiziert und überregional bekannt ist. Nicht zu vergessen seine Zeit als stellvertretender Ärztlicher Direktor, in der er unter anderem die Planung und Bauumsetzung des neuen MutterKindZentrums eng begleitet und vorangetrieben hat.

Eine weitere Leidenschaft des scheidenden Chefarztes: Das Sammeln von Spenden für „seine“ Kinderklinik. Um zusätzliche Gelder für seine jungen Patientinnen und Patienten zu gewinnen, war er sich für nichts zu schade. Prof. Skopnik kassierte im Drogeriemarkt, machte Schokolade oder verkaufte Popcorn im Kino. Jedes Jahr im Dezember war er außerdem als Glühweinverkäufer aktiv und schenkte auf dem Wormser Weihnachtsmarkt Glühwein aus.

„Prof. Skopnik ist eine wahre Institution in Worms“, weiß auch Klinikum-Geschäftsführer Bernhard Büttner, der den Chef seiner Kinderklinik nun in den Ruhestand verabschieden muss. „Seine exzellente medizinische Expertise war nicht nur in Worms, sondern auch weit über die Grenzen unserer Stadt und der Region gefragt. Ohne sein langjähriges Wirken wäre unsere Kinderklinik und insbesondere unsere Frühgeborenenmedizin nicht das, was sie heute ist. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet. Umso mehr freut es mich, dass es uns gelungen ist, mit Univ.-Prof. Dr. Markus Knuf einen ebenso renommierten Nachfolger als Chefarzt für unsere Kinderklinik gewinnen zu können“, erklärt der Klinikchef.

Prof. Skopniks Nachfolger wechselt von den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken Wiesbaden nach Worms. Herr Univ.-Prof. Knuf ist langjährig als Kinder- und Jugendarzt tätig. Zu seinen klinischen Schwerpunkten gehören die Neuropädiatrie, Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin sowie Infektiologie. Zum wiederholten Male ist Univ.-Prof. Knuf in die Fokus-Liste „Top-Mediziner“ für Infektiologie aufgenommen worden. Seit vielen Jahren befasst er sich mit seltenen Erkrankungen, insbesondere der Tuberösen Sklerose. Bei dieser Erbkrankheit führt eine Genmutation zu einer Störung des normalen Gewebes und damit zu einem unkontrollierten Zellwachstum sowie zur Tumorbildung.

Der neue Kinderklinikchef hat sein Medizinstudium einst in Münster, Bochum und zuletzt Mainz absolviert. Auch die anschließende Assistenzarztzeit und der Erwerb des Facharztes für Kinder- und Jugendmedizin erfolgten an der Universitätsklinik der Rheinland-Pfälzischen Landeshauptstadt. Im Jahr 2001 wurde er dort zum Oberarzt am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin ernannt und blieb es bis zu seinem Wechsel an die Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden im Jahr 2009. Dort leitete er bis zuletzt als Direktor die Klinik für Kinder und Jugendliche.

Prof. Skopnik zeigt sich mit der Wahl seines Nachfolgers sehr zufrieden: „Wenn auch der Abschied natürlich schwer fällt, so weiß ich die Kinderklinik bei Univ.-Prof. Knuf doch in besten Händen. Ich bin mir sicher, dass er unsere Kinder- und Jugendmedizin sehr erfolgreich weiterführen und auch weiterentwickeln wird.“ So ganz verabschiedet sich Prof. Skopnik allerdings nicht vom Klinikum: Er bleibt dem Krankenhaus auch nach seiner Pensionierung als Vorsitzender des dortigen Fördervereins erhalten. zg

 

 

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Geschrieben in Aus der Geschäftswelt

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