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09.35 Uhr | 30. Juni 2020

Ein großer, heller Gemeindesaal für alle

Erster Abschnitt der Sanierung des Gemeindehauses beginnt/ Spendenaktion mit den alten Schindeln des Vordachs geplant

Der erste Bauabschnitt zur Sanierung des Gemeindehauses hat begonnen.  Von links: Ralph Vierheller, Martina Elfert und Pfarrerin Johanna Gotzmann vom Bauausschuss der Evangelischen Gemeinde sowie Architekt Roland Träger und Architektin Christine Botta. Foto: Eva Wiegand

BÜRSTADT – Jetzt ist es endlich soweit: Nach vielen Jahren der Planung starteten am vergangenen Montag die Arbeiten in der Evangelischen Kirchengemeinde. Immer wieder wurde mit neuen Ideen von Neubau bis zur Erweiterung gedacht, doch jetzt steht nach intensiven Monaten der Vorarbeiten und Planung das fertige Konzept. In zwei Bauabschnitten wird das Gemeindehaus im laufenden Betrieb nach den Plänen des Architekturbüros Träger saniert. Ziel sind größere, hellere und praktischere und energieeffizientere Räume, damit sich die Menschen jeden Alters, ob im Kinderwagen oder mit Rollator zwischen Innenhof und Innenraum bei Festen und allen anderen Veranstaltungen und Aktivitäten barrierefrei treffen und die Räume nutzen können. Die Arbeiten beginnen auf der Seite des Gemeindesaals, der zu diesem Zweck in den Bereich des Innenhofs erweitert wird. In der ersten Phase, die nach Architekt Roland Träger voraussichtlich bis Ende März dauern soll, wird das Dach angehoben und große, bodentiefe Fenster eingesetzt. Durch die großen Fenster kann der Saal für Feste, Konzerte und andere Veranstaltungen zum Innenhof geöffnet werden. „So kommt viel Licht in das Gebäude und die großen Fenster verbinden das Innen mit dem Außen“, erklärte Pfarrerin Johanna Gotzmann. Direkt daran anschließend wird eine große Küche mit Durchreiche zum Gemeindesaal gebaut. Die Toilettenräume grenzen ebenerdig mit rollstuhlgerechtem WC sowie Wickelraum direkt an den Gemeindesaal an. Der zweite Abschnitt soll dann im Frühjahr 2021 beginnen und bis im Herbst 2021 abgeschlossen sein. Hierbei wird der Zugang zum Pfarrbüro ebenerdig ins heutige Archiv gelegt, zu dem direkt ein separater Kopierraum zugängig ist. So wird die Sakristei dann nicht mehr als Durchgangsraum genutzt, sondern ist für das Pfarrerteam, den Prädikanten und auch für den Küster besser nutzbar. Pfarrbüro und Sitzungszimmer werden getauscht, welches die Jugend mitgestalten kann. Dann wird auch eine neue Rampe als Zugang zur Kirche gebaut. Zudem soll im Zusammenhang mit allen Renovierungsarbeiten der Bestand energetisch saniert werden. Die Kosten belaufen sich derzeit auf 638.000 Euro, 414.700 Euro davon werden durch die kirchliche Bauzuweisung der EKHN bezahlt. Die Gemeinde hat 73.000 Euro aus Eigenmitteln bereitgestellt und 150.000 Euro als zinsloses Darlehen von der EKHN erhalten, das in den nächsten 15 Jahren zurückgezahlt werden muss. „Deshalb sind wir auf Spenden angewiesen“, machte die Pfarrerin deutlich. Mit verschiedenen Aktionen hofft die Gemeinde weiter auf Unterstützung der Bevölkerung. Die dunklen Vordächer werden in der ersten Phase entfernt und die Schindeln aus Naturschiefer dann im Rahmen einer Spendenaktion für 5 Euro das Stück verkauft. Interessierte wenden sich bitte an das Pfarrbüro. Eva Wiegand

 

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