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„Ein deutsches Requiem” erklingt am Ewigkeitssonntag

Konzert der Dekanatskantorei in der Domkirche am 25. November

Bereichert das Konzert der Domkantorei als Solist: Bariton Timothy Sharp. Foto: oh

LAMPERTHEIM – Es ist ein ganz besonders Konzert, welches am Ewigkeitssonntag in der Domkirche erklingen wird: Die Dekanatskantorei wird unter Leitung von Heike Ittmann „Ein deutsches Requiem” von Johannes Brahms darbieten – unterstützt durch die Kammerphilharmonie Mannheim sowie zwei Solisten: Giulia Scopelliti (Sopran) und Timothy Sharp (Bariton). Beginn des Konzertes am Sonntag, 25. November, ist um 19 Uhr, die Dauer des Konzertes beträgt circa 75 Minuten.

„Es ist ein tolles Konzert an diesem Tag, an dem der Toten gedacht wird und die Gräber besucht werden. Passend zum 150. Jubiläum der Domkirche haben wir das Requiem von Johannes Brahms ausgewählt, welches eben genau vor 150 Jahren uraufgeführt wurde und damals die Menschen begeisterte”, freut sich Heike Ittmann auf das Konzert. Besonders eine Textzeile passt dabei perfekt zur Domkirche, in der das Konzert erklingt: „Wie lieblich sind Deine Wohnungen, Herr Zebaoth?“

Eine Besonderheit des Requiems von Johannes Brahms ist, dass dieses in deutscher Sprache verfasst ist. Denn üblicherweise beinhaltet ein Requiem lateinischen Text, der sich häufig mit dem Thema Fegefeuer befasst. Auch dies ist hier anders, so spendet das Requiem von Brahms vielmehr Trost. „Es ist ein Requiem für die Lebenden, das zeigt, dass der Tod nichts schlimmes ist und das gleichzeitig tröstet”, erläuterte Heike Ittmann. Dazu hat Brahms die Bibeltexte eigens ausgewählt. „Das Brahm’sche Requiem ist keine Totenmesse im Sinne der lateinischen kirchenmusikalischen Tradition. Zudem wollte Brahms lieber das Wort ‚deutsch‘ im Titel durch ‚für lebende Menschen‘ ersetzt wissen. Und dies wird bei den Texten deutlich, so vertonte Brahms ganz bewusst jene Passagen, die den leidenden und trauernden Menschen in den Vordergrund rücken, ihm Hoffnung und Zuversicht spenden – der Lebende und Leidtragende soll getröstet werden. Und so können die Menschen aus der Musik Trost schöpfen.“

Die Dekanatskantorei Ried wird in der Domkirche „Ein deutsches Requiem” von Johannes Brahms erklingen lassen. Foto: oh

Das Konzert richte sich aber keineswegs nur an Trauernde, sondern biete eine mitreißende Musik, von ganz lauf bis ganz still, mit einer Vielfalt an harmonischen Klängen. „Das Requiem wird von der Dekanatskantorei als Chor getragen, unterstützt durch die Kammerphilharmonie Mannheim mit einer sehr farbigen und instrumentalen Bandbreite”, so Heike Ittmann.

Als Solisten konnten zwei absolute Topstimmen gewonnen werden: Als Sopranistin wird die traumhafte und perfekt zum Requiem passende Stimme von Giulia Scopelliti zu hören sein. Die aus Lampertheim stammende und 1993 geborene Sängerin hat ihre Wurzeln in der hiesigen Musikschule und studiert in Mannheim Gesang mit künstlerischem Schwerpunkt. International begeisterte sie unter anderem bereits als Oratoriensängerin bei Bachs Weihnachtsoratorium in Rom.

Den Part des Bariton übernimmt Timothy Sharp, dessen warme Stimme perfekt zur Musik von Johannes Brahms passt. Sharp ist Professor für Gesang an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Mannheim und Dozent bei Meisterkursen. In den letzten Spielzeiten war er mehrfach an der Staatsoper Berlin zu hören.

Unterstützt wird das Konzertereignis durch cultur communal. Nummerierte Platzkarten sind ab sofort im Rathaus-Service, Haus am Römer, Domgasse 2 in Lampertheim erhältlich. Es gibt vier Preiskategorien, wobei die Karten im Vorverkauf jeweils 2 Euro günstiger sind – durch die Ermäßigung beträgt die Preisspanne für die Eintrittskarten 7 bis 17 Euro. Zudem gibt es zusätzlich eine Ermäßigung von 2 Euro für Schüler. Benjamin Kloos

 

 

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