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„Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Feierstunde zum Tag des Grundgesetzes in der Erich-Kästner-Schule

Im Rahmen der Feier zum „Tag des Grundgesetzes“ und der Übergabe der gläsernen Tafel durch den Heppenheimer Club von Soroptimist International Deutschland verdeutlichte ein Rollenspiel des Ethik-Kurses in vier Szenen die ersten vier Grundgesetz-Artikel. Foto: Hannelore Nowacki


BÜRSTADT – Das Grundgesetz ist in den hessischen Schulen Pflichtlektüre, in jedem Jahr wird den Schülern eine Ausgabe des Grundgesetzes überreicht und jedes Jahr ist in Deutschland am 23. Mai „Tag des Grundgesetzes“. In der neu gestalteten Aula der Erich-Kästner-Schule wurde am Donnerstag der „Tag des Grundgesetzes“ gefeiert. Ein eindrucksvolles Rollenspiel, das Lehrerin Julia Rohr im Ethik-Kurs des 8. Realschuljahrgangs mit den Jugendlichen zum Thema Grundgesetz einstudiert hatte, wurde vom Publikum mit begeistertem Applaus belohnt. Direktorin Stephanie Dekker hatte die 6. Klassen als Zuschauer eingeladen, aber auch Bürgermeisterin Barbara Schader und Landrat Christian Engelhardt waren gekommen. Weil der Landrat an der Feier teilnehmen wollte, aber am eigentlichen Tag des Grundgesetzes einen Tag zuvor andere Verpflichtungen hatte, wurde der Termin verlegt. Dass in der Erich-Kästner-Schule zukünftig eine gläserne Tafel mit den vier Grundrechte-Artikeln des Grundgesetzes täglich zu lesen sein wird, verdanken die Schüler und Lehrkräfte dem Serviceclub Soroptimist International Deutschland vom Club Bensheim/Heppenheim, der diese gläserne Erinnerung mit den groß geschriebenen Lettern „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ des Artikel 1 gespendet hat. Tanja Fitzner und Winifred Hörst überreichten sie Direktorin Dekker, die in ihrer Begrüßungsrede besonders die Jugendlichen ansprach. „Was soll ich damit?“, eine Frage, die sich mancher Jugendliche stellen mag, griff Dekker auf und wies darauf hin, dass es viele Länder gebe, in denen Krieg ist, in denen diese Grundrechte keine Geltung haben. Und was bedeutet das Grundgesetz für die Schule? „Schule ist eigentlich die Gesellschaft im Kleinen, alle kommen hier zusammen, verschiedene Religionen und Atheisten, Mädchen und Jungen und alle lernen miteinander, müssen es miteinander aushalten“, erläuterte Dekker. Dies alles verdeutliche die Aufführung des Rollenspiels. Bürgermeisterin Schader stellte die Entstehung des Grundgesetzes in den geschichtlichen Rahmen, betonte, dass die Freiheitsrechte auch Verantwortung verlangen und dankte der Fachschaft Politik und Ethik, „dass nicht nur das Buch überreicht wird“. Das Grundgesetz solle als „Perle in die Zukunft“ getragen werden, „dass wir es in Bürstadt und im Kreis Bergstraße leben“. Landrat Engelhardt sprach von der „besten Verfassung“, die regelt, wie der Staat mit den Bürgern umgeht. „Wir wissen, dass Schule dazu da ist Wissen zu vermitteln“, erklärte Engelhardt, aber auch „zu lernen wie man in unserer Gesellschaft miteinander lebt und umgeht“. Gemeinsam mit den Zuschauern und dem Chor sangen die aufführenden Rollenspieler die letzte Strophe des „Grundrechte-Liedes“, dessen Text für alle ausgedruckt war: „Grundrechte sind uns sehr viel wert, wir möchten dass sie jeder ehrt, nehmen und geben, so lasst uns leben, wir alle hier, es soll uns nützen und uns beschützen, danke dafür!“ Tanja Fitzner dankte Schülern und Lehrern für die Mühe und stellte den Club vor, der sich weltweit für die Verbesserung der Situation von Frauen und Mädchen einsetze, aber nicht nur für Frauen. Warum das Projekt der Grundgesetz-Tafel und Grundrechte-Tafel für Schulen? Jede Zeit habe ihre speziellen Herausforderungen, gab sie zu bedenken: „Die Verteidigung muss von staatlicher Seite kommen, aber auch von uns allen – die Schüler von heute sind die Generation, die zukünftig Verantwortung trägt“. Hannelore Nowacki

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