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11.25 Uhr | 14. Januar 2021

Die Vorteile der Sonnenenergie für das eigene Zuhause nutzen

SOLARSTROM: BürgerSolarBeratung berät neutral und ohne wirtschaftliche Interessen rund um Photovoltaik-Anjagen 

Für die BürgerSolarBeratung ist jede Photovoltaik-Anlage ein Beitrag für einen besseren Planeten Erde – daher berät sie gerne neutral und ehrenamtlich. Foto: www.pixabay.com

Für die BürgerSolarBeratung ist jede Photovoltaik-Anlage ein Beitrag für einen besseren Planeten Erde – daher berät sie gerne neutral und ehrenamtlich. Foto: www.pixabay.com

KREIS BERGSTRASSE –„Die Sonne schickt stündlich mehr Energie zur Erde, als die gesamte Menschheit im Jahr aus Erdöl, Erdgas und Kernenergie verbraucht. Alleine auf den Dachflächen des Kreis Bergstraße könnte pro Jahr mehr Strom erzeugt werden, als dort im gleichen Zeitraum verbraucht wird”, ist sich die BürgerSolarBeratung Kreis Bergstraße sicher. „Wir BürgerSolarBerater sind völlig neutral, arbeiten ehrenamtlich und verfolgen keine wirtschaftlichen Interessen. Vielmehr geht es uns darum, den Menschen im Kreis bei ihren Überlegungen zum Bau einer Photovoltaikanlage kompetent zur Seite zu stehen und so die Vorteile des Solarstroms für alle zu nutzen”, erläuterten Christoph Rumler und Hans-Peter Dieter, Leiter der Gruppe, in einem digitalen Gespräch mit dem TIP.  Denn: „Wir machen dies für unsere Kinder und Enkelkinder.”

Die BürgerSolarBeratung unterstützt ehrenamtlich Mitbürgerinnen und Mitbürger in mehreren Kommunen im Kreis Bergstraße dabei, Photovoltaik-Anlagen auf ihre Dächer zu bringen – auch im Ried möchte sie nun stärker aktiv in Erscheinung treten. Die Solarberater leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Umstellung auf erneuerbare Energien. „Wir BürgerSolarBerater haben alle seit Jahren Photovoltaikanlagen und kennen sowohl die Vor- als auch die Nachteile. Jede Anlage ist sehr individuell und muss genau zu den Bedingungen vor Ort passen. Da eine Anlage 30 Jahre lang lebt, sollte auch die Situation der Familie und deren späteren Änderungen mit einbezogen werden.

Die Auslegung hängt von vielen Faktoren ab, Gebäude, Dachausrichtung, Anzahl der Bewohner, Anwesenheit und Verbrauchsverhalten, künftige Änderungen in der Familie, anstehende Haussanierungen, möglicher Einsatz einer Wärmepumpe oder die Anschaffung eines Elektroautos. Technische Machbarkeiten und praktische Nutzungsvorteile schaffen komplexe Sachverhalte. Dies offenbart sich den Interessenten meist erst während des Beratungsgesprächs. Der Zeitaufwand für die optimale Auslegung ist erheblich. Diese Zeit kann sich ein Solarteur in der Regel nicht dafür nehmen. Hierin liegt der besondere Wert einer Beratung durch die BürgerSolarBeratung. Eine auf die individuellen Bedürfnisse bestens abgestimmte Photovoltaik-Anlage bei zufriedenen Nutzern ist unsere Grundmotivation.”

Wirtschaftlichkeit für den Betreiber
„Rechnet sich das denn? Dies ist häufig die erste Frage, die uns gestellt wird”, so die Solarberater gegenüber dem TIP. „Hier hilft nur eine Abschätzung des Dachpotenzials und eine auf die Situation des Interessenten abgestimmte Wirtschaftlichkeitsrechnung. Dabei ist wichtig, dass die spezifischen Investitionskosten sehr stark gefallen sind. Die heutige EEG-Vergütung liegt weit unter dem Strompreis. Der Haupthebel zur Refinanzierung liegt nun also beim vermiedenen teuren Strombezug und nicht mehr vorrangig bei den erhaltenen EEG-Vergütungen. Parallel dazu ist anzunehmen, dass der Strompreis in den kommenden Jahren ebenso weiter ansteigen wird wie der häusliche Stromverbrauch. 

Daher erfassen die BürgerSolarBerater gemeinsam mit den Interessierten zusammen die individuellen Gegebenheiten am und im Haus und klären den heutigen und künftigen Bedarf der Familie. Diese Informationen werden selbstverständlich absolut vertraulich behandelt. Die ermittelten Daten sind Grundlage für die Prognose über die Größe der Anlage, die Investitionshöhe, den Stromertrag und die Wirtschaftlichkeit. Aus der Prognose ergibt sich eine fundierte Grundlage für die entsprechenden Anfragen bei Solarteuren. Damit sind die Interessenten in der Lage, geeignete Angebote einzuholen und zu bewerten – bei der Sichtung der eigehenden Angebote stehen die BürgerSolarBerater ebenfalls gerne zur Seite und begleiten Interessenten darüber hinaus bis zur Fertigstellung der Anlage. Auch bei im Nachhinein auftretenden möglichen Fragen sind die BürgerSolarBerater gerne für Sie da.

Richtige Beratung ist das A und O
Die erste Initiative entstand in Birkenau, die aber irgendwann aufgehört hätte, wenn der Mannheimer Verein Metropolsolar Rhein Neckar e.V. nicht für Kontakte und eine Vernetzung von insgesamt sechs Akteuren gesorgt hätte, die 2017 als BürgerSolarBeratung gestartet haben. „Heute sind wir circa 20 BürgerSolarBerater, unser Engagement ist dabei absolut freiwillig”, so die engagierten BürgerSolarBerater. Inzwischen arbeiten etablierte Gruppen in den Gemeinden Fürth, Rimbach, Mörlenbach, Birkenau, Viernheim und Worms. Dort gibt es auch Ansprechpartner bei den Gemeinden, welche die Anfragen an die BürgerSolarBerater weiter leiten. Insgesamt erfolgten bereits Beratungen in 16 Gemeinden – auch über die Grenzen des Kreis Bergstraße hinaus.  

„Wir haben Anfragen aus ganz vielen Ecken aus dem gesamten Kreis und darüber hinaus, immer wieder sprechen uns auch Bürger bei Ständen an, die wir bei Veranstaltungen von Städten und Gemeinden durchgeführt haben. Wenn wir merken, dass sich in einem Gebiet die Anfragen häufen, versuchen wir, dort lokale Gruppen zu installieren. Derzeit kommen relativ viele Anfragen aus Heppenheim und Bensheim, aber auch aus Bürstadt und Lampertheim. Daher wollen wir weiter auf uns aufmerksam machen, und wenn weiteres Interesse besteht, sind wir bereit, zusammen mit Metropolsolar aus Mannheim eine Gruppe vor Ort aufzubauen. 

Wer sich beraten lassen möchte, kann sich telefonisch unter 06209/3000 (Anrufbeantworter) oder per E-Mail unter buergersolarberatung@gmail.com an die BürgerSolarBerater wenden Weitere Infos unter www.buergersolarberatung.de Wenn jemand Interesse hat, selbst BürgerSolarBerater zu werden, kann vorstehende Kontaktmöglichkeiten ebenso nutzen.  Benjamin Kloos

 

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