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19.14 Uhr | 7. Juni 2021

Die lokale Musikkultur lebt

MUSIK-DVD: „Lampertheimer Harmonien in disharmonischen Zeiten“ – kaufen,  genießen und die Musikkultur unterstützen

Bei der Vorstellung der Musik-DVD des lokal-solidarischen Künstlerförderprojekts mit dem Titel „Lampertheimer Harmonien in disharmonischen Zeiten“ war wegen der Coronaregeln nur ein kleiner Kreis anwesend (von links): Kantorin der Lukasgemeinde und Kulturpreisträgerin Heike Ittmann, Musikschulleiter und Kulturpreisträger Joachim Sum, Erster Stadtrat Marius Schmidt, Fachbereichsleiter Rolf Hecher, Bürgermeister Gottfried Störmer, Paul Blüm als Gemeindedienstbeauftragter des Rotary Clubs und Holger Schneibel, Vorsitzender des MGV 1840 und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Lampertheimer Chöre. Foto: oh

LAMPERTHEIM – DVD einlegen, zuhören und sich von den Lampertheimer Harmonien in Corona befreite Sphären begleiten lassen – von Klassik bis Rock hat die vielfältige Lampertheimer Musikszene viel zu bieten. Bei so viel Begeisterung und Herzblut der 38 Musizierenden springt der Funke schnell über. Aber die Künstler, die von ihrer Musik leben, haben unter den Beschränkungen seit Beginn der Coronakrise finanziell gelitten, und auch die Lampertheimer Künstler, die nicht von ihrer Musik leben müssen, aber mit ihr leben wie die vielen Chöre haben seit Frühjahr letzten Jahres viel verloren: Das Publikum fehlt allen, ebenso die Einnahmen, was auch die Vereine hart trifft. Seit einigen Tagen gibt es diese Musik-DVD mit dem schönen Titel „Lampertheimer Harmonien in disharmonischen Zeiten“ zur Direktbestellung bei der Stadt Lampertheim (Gabriele Wesp, Telefon 06206/935304 oder kultur@lampertheim.de), bei Horlé Mode und mehr sowie in der Bücherkiste (beide in der Kaiserstraße) zu kaufen. Der Verkaufspreis von 20 Euro ist gut angelegt, denn die kompletten  Einnahmen werden der lokalen Kulturszene, insbesondere den Chören und der Musikschule zur Verfügung gestellt. Wegen der geltenden Coronaverordnungen konnten sich die Chöre jedoch nicht an den Aufnahmen beteiligen. Das öffentliche kulturelle Leben war ist noch weitgehend lahmgelegt, fast nur in der digitalen Welt lässt sich die Musikkultur erleben. Eine zeitnahe, greifbare Perspektive für Auftritte wie sie in Lampertheim bis zur Coronakrise zu den Höhepunkten in der Freizeit gehörten, bei Festen, in großen und kleinen Lokalitäten, ist noch nicht absehbar. Für und mit den Kulturschaffenden hat „cultur communal“ der Stadt Lampertheim diese disharmonischen Zeiten mit dem Internet-Videoprojekt „Thirty Minutes for Culture“ zu überbrücken versucht und gegenwärtig gehalten. Auch diese Musik-DVD mit Lehrern und Lehrerinnen der Musikschule und Mitgliedern der Musiker-Initiative Lampertheim (MIL) sowie Auszügen aus dem „cultur communal“-Projekt Crossover … der Dom rockt“ wurde in diesem Sinne produziert. Der Schwanensaal wurde zum Tonstudio und zur Konzertbühne, Profimusiker übernahmen auch die technischen Aufgaben. Rolf Hecher, Leiter des Fachbereichs Bildung-Kultur-Ehrenamt, richtete bei der Vorstellung der DVD im Sitzungssaal des Stadthauses seine Ansprache auch an das imaginäre Publikum: „Uns allen ist natürlich bewusst, dass dies kein wirklicher Ersatz für die schmerzlich vermissten Live-Konzerte ist, nicht für die Künstler und Künstlerinnen und auch nicht für Sie, das Publikum. Wir wollen mit diesem Projekt aber unsere Solidarität mit unseren Künstlern demonstrieren und hoffen, dass ein Wiedersehen auf der Bühne bald wieder möglich sein wird“. Nach dem Einstieg ins Projekt im November ging es im Januar mit der Produktion für dieses lokale solidarische Künstlerförderprojekt los, unterstützt aus dem Kulturetat und vom Rotary Club Lampertheim – mit sehr positiver Resonanz in der Künstlerszene. Dass auch die Käufer begeistert sind, freut Fachbereichsleiter umso mehr. Produziert wurden 500 DVDs, mittlerweile sind an die 200 Stück verkauft. Das Musikvergnügen mit 18 Stücken und gelungener Bühnenchoreografie dauert 80 Minuten. Hannelore Nowacki

Foto: Hannelore Nowacki

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