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Die Kirchenmusiker wissen, wie man Fastnacht feiert

Lustige Nummern beim Kappenabend der KKM / Irene und Freddy Kruschenksi übernehmen Regie

Manche haben einen einen Notenständer, die anderen haben einen Orden-Ständer. Diese Rolle übernahm Irene Kruschenki für ihren Mann Freddy. Foto: Eva Wiegand

BÜRSTADT – Dass in den Musikern der Katholischen Kirchenmusik offensichtlich auch närrische Talente schlummern ist nicht erst seit kurzem bekannt. Schon viele Jahre beglücken die Eigengewächse des Vereins die treuen Besucher beim Kappenabend – so auch am vergangenen Freitag, als sich die Narren wieder zahlreich im Saal der Garten- und Naturfreunde zum „Märchenabend 2019“ einfanden. Knapp viereinhalb Stunden lang wechselten sich die lustigen Nummern mit Schunkelrunden zu Fastnachts-Hit und Tanzeinlagen ab, garniert von dem neu auserkorenen Moderatoren-Duo Irene und Freddy Kruschenksi, die das Erbe vom KKM-Ehrenvorsitzenden Karlheinz Fettel angetreten haben. Mit Witz und Charme führten sie durch den Abend und gerade die kleinen Pannen in der Moderation sorgten für viele herzliche Lacher im Publikum. Viel Gelächter erntete Irene Kruschenki auch für ihre kluge Idee, sich einen Hocker zum Orden-Verteilen mitzubringen – „kloa derf ma soi, awwer ma muss sich zu helfe wisse“. Auch mit ihren Einsatz als Orden-Ständer hatte sie die Lacher auf ihrer Seite. Unter die gutgelaunten Gäste mischte sich natürlich auch das Bürstädter Prinzenpaar Manuela II. und Marcel II., das nach dem Verkünden ihres Mottos „Beste Freunde wunderbar, sind immer füreinander da“, mit drei donnernden Helau im Saal Platz nahm. Sie hatten wieder eine Abordnung der Vereins AG dabei, die in diesem Jahr 6×11 Jahre feiert. „Ma siehtsenne net oa unn die hawwe guude Aache“, kommentierte Freddy Kruschenki das Jubiläum, denn das Geschriebene auf der Umzugsplakette sei für ihn jedenfalls nicht lesbar. Den Einstieg ins närrische Programm machten schließlich die beiden Tanzmariechen Alina Winter und Charlotte Heiderich, die tanzend und radschlagend über die Bühne wirbelten. Danach übernahmen die beiden Jungs Laurin und Constantin Morweiser das Zepter. 

Die „Crazy Legs“ vom SKK fegten über die Bühne und durften nicht ohne Zugabe gehen.  Foto: Eva Wiegand

Sie traten in diesem Jahr als Veganer und Fleischfresser in die Bütt und diskutierten wichtige Fragen: Wenn ich auf Milch und Eier verzichte, wie soll ich dann mein Schnitzel panieren? Während der eine das Töten der Tiere verurteilt, kontert der andere: „Die Kuh kann wegrenne, awwer de Salad? Zum ersten Mal in der Kirchenmusiker-Bütt stand die Sainawwelskätt (Thomas Haberer), die sich unter anderem über die Bürstädter Politiker ausließ. Insbesondere für die vielen derzeit in Planung befindlichen oder bereits umgesetzten Kreisel hagelte es eine ordentliche Portion Spott. Auch die zahlreichen Vorschriften zum Umzug sorgten für Kopfschütteln und anschließend für viel Gelächter, denn irgendwann bleibt vielleicht einfach der Umzug stehen „unn die Leit duun laafe unn schmeiße die Gutsel dann nuff.“ Nach einer Umbaupause mit Musik von Jean Diehl folgte die Märchenstunde mit den Musikern der KKM, die die Geschichte der Bremer Stadtmusikanten unter viel Gelächter im Publikum so erzählten, wie sie sich wirklich zugetragen hat. Sechs traurige, einsame Tiere trafen sich an der Bruchweed und schlossen sich zusammen. Es gesellten sich immer mehr Tiere dazu – so entstand die Kirchenmusik. Auf der Bühne stand auch wieder Uschi Pabst, die „Frau vom Ersten Vorsitzenden“, und plauderte aus dem Nähkästchen. Für die Tanzdarbietungen des Abends zeichneten sich die Tanzgruppen „Crazy Legs“ und die „Macicals“ des befreundeten SKK verantwortlich. Die Mädels sorgten für ordentlichen Schwung in der Bude. Eine Stippvisite legte am späten Abend auch noch der Spielmannszug der Feuerwehr Bürstadt/ Hofheim ein, vor dem großen Finale mit allen Akteuren auf der Bühne. Eva Wiegand

  

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