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10.48 Uhr | 4. November 2013
Jubiläumsfeier 60 Jahre THW Lampertheim mit Ehrungen / Ortsbeauftragter Karl-Robert Röhrig verabschiedet / Wolfram Jäger ins Amt eingeführt

„Die Jugendarbeit als Basis der Zukunft”

Sieben Ehrungen im Rahmen der THW-Jubiläumsveranstaltung: Bürgermeister Erich Maier wurde für seine Verdienste um das THW mit der THW-Plakette ausgezeichnet, ebenso Stadtbrandinspektor Klaus Reiber. Erster Stadtrat Jens Klingler erhielt die Auszeichnung der Landeshelfervereinigung in Bronze für sein Engagement bei der Ausrichtung des THW-Jugendzeltlagers 2013 im Sommer. Mit dem THW-Ehrenzeichen in Bronze wurden die THW-Mitglieder Werner Strubel, Dieter Barth und Peter Ensenauer geehrt. Wolfram Jäger, der neue THW-Ortsbeauftragte, wurde mit dem THW-Ehrenzeichen in Silber geehrt. Foto: Hannelore Nowacki

Sieben Ehrungen im Rahmen der THW-Jubiläumsveranstaltung: Bürgermeister Erich Maier wurde für seine Verdienste um das THW mit der THW-Plakette ausgezeichnet, ebenso Stadtbrandinspektor Klaus Reiber. Erster Stadtrat Jens Klingler erhielt die Auszeichnung der Landeshelfervereinigung in Bronze für sein Engagement bei der Ausrichtung des THW-Jugendzeltlagers 2013 im Sommer. Mit dem THW-Ehrenzeichen in Bronze wurden die THW-Mitglieder Werner Strubel, Dieter Barth und Peter Ensenauer geehrt. Wolfram Jäger, der neue THW-Ortsbeauftragte, wurde mit dem THW-Ehrenzeichen in Silber geehrt. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Das Technische Hilfswerk (THWI) gründete seinen Ortsverband in Lampertheim vor 60 Jahren. Dieses Jubiläum wurde am Sonntagvormittag in der Notkirche mit zahlreichen Gästen aus Politik und Verwaltung, Kameraden von THW-Ortsverbänden aus der nahen und weiteren Umgebung und Familienangehörigen gefeiert. Im Rahmen dieser Veranstaltung fand der Amtswechsel des Ortsbeauftragten für Lampertheim statt. Nach 27 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit als Ortsbeauftragter hatte Karl-Robert Röhrig sein Amt zur Verfügung gestellt. Nachfolger ist Wolfram Jäger, der seit 1973 beim Lampertheimer THW-Ortsverband aktiv ist, seit über zwölf Jahren war er stellvertretender Ortsbeauftragter. Der 58-jährige Einhausener ist Vater von drei Kindern und hat zwei Enkelkinder. Seinen Beruf als Elektroingenieur übt er seit jeher bei einer Firma in Lampertheim aus. Karl-Robert Röhrig informierte die Veranstaltungsbesucher in seiner Begrüßungsansprache über das Programm mit einer geplanten und auch exakt eingehaltenen Dauer von zweieinhalb Stunden, die präzise eingehalten wurden. In der ersten Viertelstunde seiner Redezeit, erwies Röhrig den zahlreichen Ehrengästen und Weggefährten mit einer persönlichen Begrüßung seine Referenz.

Röhrig brachte in seiner  sehr persönlich gehaltenen Ansprache zum Ausdruck, dass ein solches Amt, ein Ehrenamt mit viel Zeitaufwand, nur mit der Unterstützung der Familie möglich sei. Mit seiner Frau Monika ist Röhrig seit 37 Jahren verheiratet. Die Kinder sind in dieser Zeit groß geworden, haben ihre Berufe erlernt, von denen Röhrig erzählt, die einen sind verheiratet, die anderen haben Lebenspartner, er hat Freude an seinen Enkelkindern. In seiner familiär gehaltenen Erzählung, die beim Publikum mitten ins Herz trifft, leuchtet immer wieder der freundliche Humor auf, für den Röhrig bekannt ist. Ein Jahr nach seiner Amtsübernahme als Ortsbeauftragter bezog das THW seine Räume im Technischen Zentrum – die den veränderten Bedingungen heute nicht mehr gerecht werden, wie Röhrig eindringlich betonte. So waren beim Bau damals keine Jugendräume vorgesehen, Umkleiden für die THW-Damen gebe es bis heute nicht. Die Jugendarbeit liegt Röhrig am Herzen. „Das kostet viel Aufwand, aber trägt auch viel Früchte“, erklärte er.

„Ich hoffe, dass viele bei uns bleiben werden – nach dem Wegfall der Wehrpflicht müssen wir um die Jugend kämpfen“. Den Frauen, die für den jüngsten THW-Nachwuchs die Minigruppe ins Leben gerufen haben, dankte er besonders. Auch der Platz auf der Bühne wurde knapp, als Röhrig die THW-Jugend und Kinder auf die Bühne bat – eine beabsichtigte und gelungene Veranschaulichung des THW-Erfolges. Das Publikum applaudierte. Die THW-Jugend bekam Pudelmützen, aber nur die, die noch keine hatten, die Jüngsten freuten sich über Sweatjacken. „Jetzt bin ich wirklich am Ende“, sagte Röhrig abschließend, verbunden mit einer gern gehörten Stellungnahme: „Ich werde nach wie vor im THW aktiv bleiben“. Die Laudatio übernahm Gottfried Störmer in Uniform, noch THW-Pressesprecher, bald amtierender Bürgermeister: „Karl-Robert Röhrig hat das THW zu dem gemacht, was das THW heute ausmacht, er hat es immer verstanden die ehrenamtlichen Helfer bei der Stange zu halten“.

Die erfolgreiche Jugendarbeit beim THW, maßgeblich vom scheidenden Ortsbeauftragten Karl-Robert Röhrig (am Rednerpult) gefördert, will auch sein Nachfolger und langjähriger Stellvertreter Wolfram Jäger fortführen. Foto: Hannelore Nowacki

Die erfolgreiche Jugendarbeit beim THW, maßgeblich vom scheidenden Ortsbeauftragten Karl-Robert Röhrig (am Rednerpult) gefördert, will auch sein Nachfolger und langjähriger Stellvertreter Wolfram Jäger fortführen. Foto: Hannelore Nowacki

Röhrig, seit 1966 im THW und im Kreise seiner Leute meistens „Kall“ genannt, wie Störmer anmerkte, sei immer beharrlich gewesen, ließ nie locker, setzte sich mit Professionalität für das THW ein. Seinen Rückzug habe Röhrig  bereits seit einiger Zeit vorbereitet. „Wolfram Jäger kann einen geordneten Ortsverband übernehmen“. Der neue Ortsbeauftragte Wolfram Jäger, vom hessischen Landesbeauftragten der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Werner Vogt auf der Bühne ins Amt eingeführt, stellte in seiner Ansprache drei Bereiche in den Vordergrund, auf die er besonderen Wert lege: Die Jugendarbeit als Basis der Zukunft des THW und die gute Zusammenarbeit mit allen Helfern und Helferinnen im Ortsverband sowie die Zusammenarbeit mit anderen Ortsverbänden und besonders der Feuerwehr Lampertheim. Als Gastredner meldeten sich unter anderen der Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister (CDU), Gefahrenabwehrdezernent des Kreises Bergstraße Thomas Metz, Bürgermeister Erich Maier und Stadtbrandinspektor Klaus Reiber zu Wort. Anschließend waren die Veranstaltungsbesucher zum Mittagessen eingeladen. Die Bewirtung hatte die Freiwillige Feuerwehr Lampertheim Mitte übernommen.

Hannelore Nowacki

 

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