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11.01 Uhr | 22. September 2021

Die Jugend hat es vorgemacht – jetzt haben Sie die Wahl!

BUNDESTAGSWAHL: Juniorwahlen im Vorfeld an Lessing- und Litauischem Gymnasium / Wahllokale am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet

Bei der Juniorwahl am LGL gingen die Schülerinnen und Schüler der 10. bis 13. Klasse zur Wahl – am Sonntag haben Sie die Gelegenheit, durch Ihre Stimme die politische Zukunft unseres Landes mitzubestimmen. BUZ: Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Die Schülerinnen und Schüler des Lessing-Gymnasiums (LGL) sowie des Litauischen Gymnasiums haben es am Mittwoch im Rahmen der Juniorwahl vorgemacht – am  Sonntag sind nun alle Wahlberechtigten ab 18 Jahren im Rahmen der Bundestagswahl am Zug: Denn dann heißt es von 8 bis 18 Uhr: Wählen gehen! Im Kreis Bergstraße bewerben sich 23 Parteien und Wählervereinigungen um die Zweitstimme, als Direktkandidaten, die über die Erststimme gewählt werden, stehen zehn Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl: Dr. Michael Meister (CDU), Sven Wingerter (SPD), Thomas Fetsch (AfD), Till Mansmann (FDP), Moritz Müller (Grüne), Sascha Bahl (Die Linke), Kerstin Buchner (Freie Wähler), Ina Rodewald (dieBasis), Heike Grammbitter (Gemeinsam sind Wir Mehr Wert!) und Gabriele Ermen (Unabhängige). 

Bereits drei Tage vor der Bundestagswahl wurde im LGL und im Litauischen Gymnasium unter gleichen Bedingungen wie bei einer solchen Wahl eine Juniorwahl durchgeführt. Wahlberechtigt  waren im LGL die Schüler der 10. Klasse und der Oberstufe. Wie im richtigen Leben war die Teilnahme an der Wahl jedoch freiwillig. Insgesamt haben sich bei diesem bundesweiten Projekt 4.500 Schulen beteiligt. 

„Es geht darum, die Bundestagswahl zu simulieren – die Schülerinnen und Schüler empfinden den richtigen Wahlprozess mit”, erläuterte der verantwortliche Lehrer Marcel Jüllich. Die Wahlzettel waren dabei den original Wahlzetteln der Bundestagswahl ähnlich, lediglich die Farbe und die Bezeichnung Juniorwahl waren unterschiedlich. „Demokratie lebt vom Mitmachen, die einfachste Möglichkeit ist wählen zu gehen”, betonte Marcel Jüllich auch mit Blick auf die morgige Wahl. „Freie Wahlen sind sehr wichtig und wertvoll. Dies wird unseren Schülerinnen und Schülern durch die Juniorwahl vermittelt.” 

486 Schülerinnen des LGL hatten die Chance, an der Juniorwahl teilzunehmen. Im Vorfeld erhielten sie eine Wahlbenachrichtigung mit einem QR-Code, der unter anderem zur Seite des Wahl-O-Mat weiterleitete, so dass sich die Schülerinnen und Schüler auch über die einzelnen Parteien informieren konnten. Schüler der Oberstufe hatten darüber hinaus Plakate erstellt und im Schulgebäude aufgehängt, die zur Wahl aufriefen. Für viele war es ein neues Gefühl, den realen Wahlablauf nachempfinden zu können. Denn im Wahllokal wurden sie – natürlich mit Abstand und entsprechenden Hygienevorgaben – von Vertretern des Wahlausschusses begrüßt, die jeden einzeln Wähler noch einmal über das Prozedere der Abstimmung und die Bedeutung der Erst- und Zweitstimmen informierten und dafür sorgten, das jeder Schüler wirklich nur eine Stimme abgibt. Anschließend ging es in die Wahlkabine, um die freie und geheime Wahl zu gewährleisten, bevor der gefaltete Stimmzettel in die versiegelte Urne geworfen wurde. 

Der Wahlausschuss setzte sich aus Schülern des Politik- und Wirtschaftsunterrichtes von Marcel Jüllich aus der 10. Klasse zusammen. Hierfür erhielten sie gemeinsam mit ihrem Lehrer herzlichen Dank von Seiten der Schulleitung für das Engagement. 

Nach der Auszählung der Stimmen, die noch am gleichen Tag erfolgt, wurden die Ergebnisse und die Stimmzettel in einem versiegelten Umschlag nach Berlin gesandt, wo die Ergebnisse aller Juniorwahlen in Deutschland gesammelt und ausgewertet werden. Die Ergebnisse werden am Sonntag um 18 Uhr veröffentlicht – parallel zu den ersten Hochrechnungen der Bundestagswahl.

Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse des LGL, die für die Durchführung der Juniorwahl mit verantwortlich waren, betonten, wie wichtig es sei, sich frühzeitig mit dem Thema Wahlen zu beschäftigen: „Es geht um unsere Zukunft!”

Daher gilt: Egal welche Partei oder welche Kandidatin und Kandidaten Sie bevorzugen – nutzen Sie die die Möglichkeit der Wahl und entscheiden Sie die Zukunft unseres Landes mit. Benjamin Kloos

 

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