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DGB-Jugend ins Leben gerufen

Interessensvertretung speziell für junge Gewerkschaftsmitglieder  / Teilnahme an 1. Mai-Kundgebung geplant

Der Vorstand der neu gegründeten DGB-Jugend: Marius Gunkel, Bianka Muhs, Philipp Ofenloch und Jonas Friedle (v.l.). Foto: oh

KREIS BERGSTRASSE – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) vereint acht Mitgliedsgewerkschaften und ist damit die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften in Deutschland. Seit dem vergangenen Wochenende darf sich der Bergsträßer Kreisverband des DGB über eine Interessensvertretung speziell für junge Gewerkschaftsmitglieder freuen. Am Samstag gründete sich im Bürstädter Back- und Brauhaus „Drayß“ die DGB-Jugend Bergstraße. 

Die neugegründete Jugendorganisation möchte die Interessen aller jungen Menschen vertreten, die in den Gewerkschaften des DGB organisiert sind. Deutschlandweit sind das zur Zeit ca. 500.000 Menschen bis 27 Jahre. Einstimmig zu Sprechern der  DGB-Jugend Bergstraße wurden Bianka Muhs (Wattenheim, Verdi und NGG), Sebastian Cramer (Bensheim, IGBCE), Jonas Friedle (Bürstadt, IGBCE), Marius Gunkel (Lampertheim, Verdi) und Philipp Ofenloch (Bürstadt, GEW) gewählt.

Neben der Wahl des Sprecherkreises standen zudem die Beratung über Arbeitsschwerpunkte und Ziele der neuen Interessensvertretung im Vordergrund der Gründungsversammlung. „Wir treten für die Verbesserung der Lebens-, Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen junger Menschen und für Demokratie in Gesellschaft und Arbeitswelt eintreten“, machten die Jugendlichen deutlich. Insbesondere das Recht auf gebührenfreie Bildung und die Schaffung von Chancengleichheit im gesamten Bildungssystem ist den Anwesenden der Gründungsversammlung ein wichtiges Anliegen, um jungen Menschen eine qualifizierte und nachhaltige Bildung zu ermöglichen. 

Nach einer lebhaften und intensiven Diskussion über die Ziele und Inhalte der Gruppe fassten die jungen Gewerkschaftsmitglieder zudem den Beschluss, sich mit den streikenden Schülerinnen und Schülern der „Fridays for Future“ Demonstrationen zu solidarisieren. „Wir stehen an der Seite der jungen Menschen, die auf die Straße gehen, um für eine bessere Zukunft und ernsthafte Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels zu kämpfen. Wir verurteilen jedwede Diskreditierung des Protests und Leugnung des Problems. Wer heute noch den Konsens der Klimaforschung zur gegenwärtig stattfindenden globalen Erwärmung anzweifelt, hat nicht nur freitags die Schule geschwänzt, sondern immer dann, wenn Biologieunterricht war“, machte Sprecher Philipp Ofenloch deutlich. Gleichzeitig sei es aber wichtig, dass den Menschen in den betroffenen Industriezweigen eine Zukunftsperspektive eröffnet wird. Nur so erlange das Projekt „Klimawandel“ in einem Industriestaat wie Deutschland eine breite Akzeptanz.

Weiter planen die Jugendlichen die Teilnahme an der ersten 1. Mai Kundgebung des DGB Bergstraße, die ab 10.30 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz in Heppenheim statt. Bei der Veranstaltung am Tag der Arbeit will die DGB Jugend mit einem Redebeitrag für ein Europa werben, in dem niemand wirtschaftlich und sozial abgehängt wird. „Wir brauchen ein Europa mit guter Arbeit, guter Ausbildung und fairen Löhnen. Europa muss auch in schwierigen Zeiten zueinanderhalten. In einer globalisierten Welt lassen sich Probleme in den seltensten Fällen national lösen. Deshalb setzen wir auf eine hohe Wahlbeteiligung, insbesondere unter jungen Menschen, damit die politischen Kräfte, die sich für ein soziales und demokratisches Europa einsetzen, gestärkt werden“, erklärt Sprecherin Bianka Muhs. 

Die Treffen der DGB-Jugend Bergstraße finden öffentlich statt und sind für alle Interessierten zugänglich. Kontakt ist über die E-Mail-Adresse Bergstrasse.dgb-jugend@gmx.de oder per Facebook unter DGB-Jugend Bergstraße möglich. zg

 

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland

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