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Deutschland im Mittelpunkt des Europäischen CBD-Booms

Noch vor wenigen Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass der Verkauf von CBD in der EU einmal ein Milliardenmarkt sein würde

Obwohl das medizinische Potential des Stoffs schon seit langem bekannt ist, stand die Vermarktung vor erheblichen rechtlichen und gesellschaftlichen Hürden. Zum einen war unklar, ob der Cannabis-Bestandteil als Betäubungsmittel einzustufen ist. Zum anderen war Cannabis in der öffentlichen Meinung mit einem Stigma behaftet. Mittlerweile herrscht mehr Klarheit bezüglich der Rechtslage und das Image von Cannabis hat sich einem radikalen Wandel unterzogen. Und so nimmt der Verkauf von CBD rasant an Fahrt auf. Im Zentrum des CBD-Booms steht ausgerechnet Deutschland.

Entwicklung des Marktes

Dabei gelten die Deutschen doch eigentlich als eher konservativ – keine gute Voraussetzung für den Verkauf von Hanfprodukten. Dennoch gaben sie 2020 Schätzungen zufolge rund 1,8 Milliarden Euro für CBD aus. Damit sind sie innerhalb der EU das umsatzstärkste Land für die Branche. Und das ist noch nicht alles. Auch bei der Nutzung von medizinischem Cannabis nimmt Deutschland eine führende Rolle ein. Schon jetzt ist das Land für rund die Hälfte aller EU-weiten Umsätze mit medizinischem Cannabis verantwortlich. Aber auch im Rest des Gemeinschaftsraums boomt das Geschäft mit dem Hanf. Die Pro-Kopf-Ausgaben für CBD werden im EU-weiten Durchschnitt derzeit auf ca. 20 Euro geschätzt, am höchsten sind sie in Belgien. Diese Zahlen beeindrucken, insbesondere da der Markt praktisch aus dem Nichts entstanden ist.

Gründe für die Beliebtheit von CBD

Für die Beliebtheit von CBD in der EU gibt es mehrere Gründe. Dazu zählen unter anderem ein steigendes Gesundheitsbewusstsein sowie mehr Interesse an Naturprodukten. Die Branche hat aber auch von Anfang an starkes Marketing gepflegt und sich so das Vertrauen der Verbraucher erarbeitet. Dazu gehört, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und Informationen über die Herkunft von CBD-Produkten offen kommuniziert werden. Ein gutes Beispiel für Transparenz ist cibdol.de, die Webseite eines Schweizer Herstellers, wo Herstellungsprozess und Qualitätskontrolle detailliert erläutert werden. Schließlich hat die Industrie prominente Schützenhilfe erhalten. Berühmtheiten wie Tom Hanks oder Kim Kardashian haben in Interviews über positive Erfahrungen mit CBD erzählt und damit einen regelrechten Ansturm ausgelöst.

Erwartungen für die Zukunft

Auch in Zukunft sind die Erwartungen für die Branche hoch. Bis 2025 könnte der Umsatz mit CBD in Deutschland auf bis zu 3 Milliarden Euro ansteigen, für den gesamten EU-Raum werden Werte zwischen 13 und 17 Milliarden Euro prognostiziert. Treiber dieser Entwicklung sind sowohl bestehende Nutzer als auch Neukunden. Aktuell haben Schätzungen zufolge

mehr als 70 Millionen EU-Bürger mindestens einmal ein CBD-Produkt erworben. Umfragen zufolge möchte eine Mehrheit dieser Käufer in der Zukunft wieder CBD kaufen. Darüber hinaus gibt es eine große Zielgruppe, die bislang kaum erschlossen ist. Senioren könnten besonders stark von CBD profitieren, haben aber häufig Hemmungen aufgrund der Herkunft. Wenn Vorurteile weiter abgebaut werden, könnten die älteren Generationen der Branche ein enormes Umsatzplus verschaffen.

Unklar ist bislang, wie sich eine mögliche Legalisierung von Cannabis auf den Umsatz mit CBD auswirken wird. Einerseits ist denkbar, dass der Verkauf von Cannabis zu Lasten der CBD-Branche geht. Andererseits ist auch möglich, dass die Hanf-Branche als Ganzes davon profitiert. Die weitere Entwicklung bleibt also spannend.

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