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08.50 Uhr | 13. Mai 2022
SPENDE: Sängerquartett Liederkranz unterstützt die Angebote des Familienzentrums St. Michael für Ukraine-Geflüchtete mit 1.000 Euro 

„Danke, dass es solche Menschen wie Sie gibt“

Mit einem im wahrsten Sinne des Wortes großen Spendenscheck kamen Gerd Bauer, Erster Vorsitzender des Sängerquartett Liederkranz, und Schriftführer Klaus Meck (beide Mitte) zum Ukrainetreff im Katholischen Familienzentrum St. Michael. Der Männerchor unterstützt mit 1.000 Euro einen Sprachkurs und Angebote für Kinder für aus der Ukraine Geflüchtete. Foto: Petra Gahabka

HOFHEIM – Das Katholische Familienzentrum St. Michael lädt jeden Donnerstag von 14 bis 17 Uhr ukrainische Familien, Gastfamilien und Interessierte zum Ukrainetreff ein. Letzte Woche waren Gerd Bauer, Erster Vorsitzender des Sängerquartett Liederkranz, und Schriftführer Klaus Meck zu Gast, um eine Spende von 1.000 Euro zu überreichen.    

Alle zwei Monate sammelt der Männergesangverein Altpapier, um seine Kasse aufzubessern. Ende März zierte ein großes Schild mit den ukrainischen Nationalfarben gelb und blau den Container in der verlängerten Karlsbader Straße, der Erlös der Sammlung sollte den geflüchteten ukrainischen Familien in Hofheim zugutekommen. „Diese Aktion hat Früchte getragen, und viele Leute haben großzügig privat noch Geld dazu gespendet. Deshalb ist dieser hohe Betrag zustande gekommen“, dankte Bauer allen Unterstützern. Dem Sängerquartett sei es ein großes Anliegen, Kindern zu helfen, denn diese „sind immer besonders die Leidtragenden von Kriegen“, so der Vorsitzende. 

„Wir sind sehr beeindruckt von diesem unglaublichen Betrag“, dankte Heike Kissel-Eltrop, Pädagogische Einrichtungsleitung, mit Blick auf den symbolischen 1.000-Euro-Scheck. Die Hilfsbereitschaft und das Engagement der Ehrenamtlichen, die sich einbringen, sei enorm, das Netzwerk wachse stetig. „Wir gehen mittlerweile in eine Richtung, wo das erste Ankommen hier in Hofheim quasi abgeschlossen ist, jetzt geht es um Inhalte.“ Heißt: dass die Menschen, die hier angekommen sind, Deutsch lernen und Kinder Betreuung und Spielgruppen finden. Mittlerweile bietet das Familienzentrum freitags von 15 bis 16.30 Uhr einen Sprachkurs an, der regen Zulauf hat und von Lydia Keil und Nadiia Meileck, die in der Ukraine als Lehrerin tätig war, geleitet wird. Die beiden waren auch bei der Spendenübergabe als Dolmetscherinnen im Einsatz. Aktuell findet während des Ukrainetreffs eine Kinderbetreuung statt, demnächst starten in der Kirchstraße 59 eine Spielgruppe, ein Malkurs für Kinder und ein DropIn, für die Gastfamilien soll es unter der Leitung von Elternbegleiterin Maria Amborn-Guckes die Möglichkeit zum Austausch geben. 

„Ein Netzwerk ist sehr wichtig, denn nur gemeinsam sind wir stark“, betonte Kissel-Eltorp und dankte auch Pastor Matthias Luz von der Liebenzeller Gemeinde, der beim Ukrainetreff immer dabei ist, für die gute Zusammenarbeit. Ziel sei es, dass nach der anfänglichen Solidarität nicht alles wieder verpuffe, sondern nachhaltig sei. Sämtliche Angebote sind in Deutsch und Ukrainisch auf der Homepage und der Facebook-Seite des Familienzentrums zu finden. Inzwischen gibt es für die Teilnehmer des Ukrainetreffs auch eine WhatsApp-Gruppe. Abschließend dankte Elena Honcharenko, die Anfang März nach Hofheim gekommen ist, dem Sängerquartett Liederkranz, „dass Sie an die Menschen in der Ukraine denken und so eine Aktion machen“, Viele Ukraine-Geflüchtete seien sehr dankbar. Vom ersten Tag an habe sie hier große Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit erlebt, das helfe sehr angesichts der Erlebnisse, die sie erfahren habe. „Danke, dass es so Menschen wie Sie gibt.“ Weitere Infos unter www.familienzentrum-stmichael-lampertheim.de Petra Gahabka

 

 

 

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