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Dank der „Netten Toilette” nie mehr ein „stilles Örtchen” suchen

Fünf Standorte in Lampertheim bieten besonderes Angebot der kostenlosen Toilettennutzung

Damit man auf der Suche nach einem „stillen Örtchen” nicht mehr verzweifelt, gibt es in Lampertheim jetzt die „Nette Toilette”. Foto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Wer kennt diese Situation nicht: Man ist in der Stadt unterwegs, sucht dringend ein stillen Örtchen und weit und breit findet sich keine öffentliche Toilette. Jetzt gibt es in Lampertheim eine Lösung, die den entspannten Einkaufsbummel oder den Spaziergang am Altrhein nicht abrupt abbricht: Die „Nette Toilette”. Aufkleber mit dem entsprechenden Logo an der Eingangstür machen darauf aufmerksam, dass hier die Toilette kostenlos genutzt werden kann – in Lampertheim zunächst an fünf Orten, wobei alle Beteiligten hier auf weiteren Zuspruch hoffen.

Derzeit beteiligen sich Eis Oberfeld, das Restaurant „Zum Fährhaus”, die Rössling GmbH, die edinger GmbH sowie das Café im Stadtpark. Besonders im Bereich der Gastronomie erhofft sich die Stadt Lampertheim weiteren Zuspruch, da diese auch samstags und sonntags geöffnet hat und somit gerade Familien für Kindern in Notsituationen ein „stilles Örtchen” bietet.

Bürgermeister Gottfried Störmer betonte bei der Vorstellung des neuen niederschwelligen Angebotes für die Bürger, aber auch die Besucher der Stadt. „Die ‚Nette Toilette‘ ist einSAervice und ein Zeichen der Kundenfreundlichkeit der beteiligten Unternehmen, die sich hier einbringen. Es freut mich, dass der Impuls hierzu durch den Seniorenbeirat an uns herangetragen wurde, wir haben dieses Anliegen gerne von der Idee an unterstützt.” Neben dem Seniorenbeirat, der die Idee von Anfang an vorantrieb, wie dessen Vorsitzende Gerlinde Hellmuth betonte, haben auch die sozialen Institutionen der Stadt die Wichtigkeit des Themas erkannt und unterstützt.

Hintergrund sei auch die Situation der öffentlichen Toiletten in Lampertheim gewesen. Besonders im Bahnhof und im Stadtpark sei es schwierig, diese in adäquatem Zustand zu halten – trotz erheblichem finanziellen Aufwand, wie Bürgermeister Störmer ergänzte: „16.000 bis 17.000 Euro stehen pro Jahr im Haushalt zur Verfügung, um diese zu reinigen und insbesondere nach Verwüstungen und Zerstörungen wieder in Schuss zu bringen. Die ‚Nette Toilette‘ ist hier eine wichtige und sinnvolle Ergänzung. Es ist toll, dass sich Geschäftsleute und Gastronomen bereit erklärt haben, dies zu unterstützen.”

Auch für diese hat die „Nette Toilette” eine positive Wirkung, steigert sie doch nicht nur das Image der Gewerbetreibenden und sorgt somit für eine engere Kundenbindung, sondern zeitgleich wird auch die Innenstadt aufgewertet. Und natürlich können die Toilettennutzer auch neue Kunden werden – dies stellten auch die Vertreter der teilnehmenden Geschäfte in den Vordergrund.

Auch der Wirtschafts- und Verkehrsverein (WuVV) steht dem Projekt positiv gegenüber, wie Otto Edinger betonte. „Gerade mit Blick auf die Innenstadtentwicklung ist dies sehr sinnvoll. Ich wünsche mir, dass diese Geschichte viele Kinder haben wird.” Gleichzeitig forderte er die Stadtverwaltung auf, ebenfalls zur attraktiven Innenstadt beizutragen, beispielsweise mit kostenlosen Kurzzeitparkplätzen.

Gemeinsam rufen alle Beteiligten alle Geschäftsleute und Gastronomen in Lampertheim dazu auf, sich an der Aktion zu beteiligen. Jetzt sei eine gute Basis geschaffen worden, weitere Teilnehmer sind jedoch äußerst willkommen. Auch mit dem Ziel, neben einer breiten Abdeckung im Stadtgebiet auch „Nette Toiletten” in den Stadtteilen anbieten zu können. Die Stadt unterstütze die teilnehmenden Gastronomen und Gewerbetreibenden mit einer pauschalen Reinigungsgebühr von 40 Euro pro Monat.

Wo genau die „Netten Toiletten” sich befinden, kann im Internet unter www.lampertheim.de/freizeit-kultur/lampertheim-besuchen/nette-toilette eingesehen werden, hier findet sich auch eine „Nette Toilette”-App. Benjamin Kloos

Info: Interessierte Geschäfte und Gaststätten, die ebenfalls eine „Nette Toilette” anbieten wollen, können sich gerne beim Stadtmarketing Lampertheim, Carmen Daramus, telefonisch unter 06206/935-399 oder per E-Mail unter c.daramus@lampertheim.de melden.

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Geschrieben in Lampertheim und Stadtteile, Lokal am 12. Januar 2018

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