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10.15 Uhr | 29. November 2019

„Courage-Oskar“ und Preisgelder für Ehrenamtliche

Bürgerstiftung Lampertheim würdigt den Tierschutzverein und die Pfadfinder für ihr Engagement

Die Bürgerstiftung würdigte das Engagement des Tierschutzvereins Lampertheim mit Romina und Milena Pfannmüller sowie den Christlichen Pfadfindern des Stammes Kurfürst Friedrich III von der Pfalz, die in diesem Jahr ihr 70. Jubiläum feierten. Foto: Eva Wiegand

LAMPERTHEIM – Sie sind zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird und bilden eine zuverlässige Säule der Gesellschaft – unentgeltlich und auf ganz unterschiedlichste Weise: die Ehrenamtlichen in Lampertheim. Am Mittwochabend wurden im Römersaal erneut einige der unverzichtbaren tatkräftigen Alltagshelden der Spargelstadt für ihr herausragendes und selbstloses Engagement im Rahmen einer Feierstunde von der Bürgerstiftung Lampertheim geehrt. Die Auszeichnung „Courage in Lampertheim“ ging in diesem Jahr an den Tierschutzverein Lampertheim e.V. mit den beiden Schwestern Romina und Milena Pfannmüller sowie an die Christlichen Pfadfinder des Stammes Kurfürst Friedrich III von der Pfalz. Zum mittlerweile zehnten Mal würdigte die Bürgerstiftung mit ihrem „Courage Oscar“ in diesem Jahr den unermüdlichen Einsatz des Ehrenamts in der Spargelstadt. „Die Bürgerstiftung möchte diejenigen, die im Gemeinwesen aktiv sind, fördern und unterstützen und mit dem Courage-Orden ihre Wertschätzung übermitteln“, eröffnete Bürgermeister Gottfried Störmer die Feierstunde. Dabei sei der Courage-Orden eine Auszeichnung, die nicht jeder bekomme, betonte das Stadtoberhaupt. Um dem Anspruch der Bürgerstiftung gerecht zu werden, nämlich dem Gemeinwohl zu dienen und bürgerschaftliches Engagement, vor allem soziale, ökologische und kulturelle Anliegen, die zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt Lampertheim beitragen, zu unterstützen, habe der Vorstand der Bürgerstiftung beschlossen, diesmal zwei Gruppen sowie zwei Einzelpersonen auszuzeichnen, führte der Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung, Erich Maier, aus. So fange der Tierschutzverein in Lampertheim Probleme der privaten Tierhaltung in ehrenamtlicher Arbeit auf. „Sie gehen Hinweisen auf Tierquälerei und nicht artgerechter Haltung nach, nehmen unbedacht angeschaffte Haustiere auf, geben sie an neue Tierhalter weiter und übernehmen die kommunale Aufgabe der Abwehr von Gefahren streunender Tiere und betreuen darüber hinaus verwilderte Haustiere“, zählte Maier die vielfältige, ehrenamtliche Arbeit des Tierschutzvereins auf und lobte das herausragende Engagement, das im Tierheim geleitet werde. Hierfür überreichte er den „Bürgerstiftung-Oskar“ und einen Geldbetrag von 500 Euro. Weitere 200 Euro überreichte die Bürgerstiftung jeweils den beiden Schwestern Romina und Milena Pfannmüller, die sich seit vielen Jahren, seit der Gründung der Jugendgruppe des Tierschutzvereins, einbringen. „Dabei stehen Aufgaben wie die Reinigung der Käfige, das Füttern oder auch die Fellpflege im Fokus“, berichtete Maier. Damals als Zehnjährige begannen die Zwillinge, die anfallenden Arbeiten zu erledigen und erledigen sie bis heute. Der Lohn dafür sei die Liebe und Zuneigung der Tiere, „eine unbezahlbare Belohnung“, wie es die beiden Schwestern ausdrücken. Den Pfadfindern, der zweiten Preisträger-Gruppe, zollte schließlich Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Dieter Goll in seiner Laudatio Respekt. Gerade in Zeiten von einer zunehmenden rechtspopulistischen Tendenz in manchen Kreisen der Gesellschaft, erscheine es umso wichtiger, junge Menschen schon früh mit den Werten einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekannt zu machen, führte Goll aus. „Humanistische Werte wie Toleranz und Nächstenliebe, soziales Engagement für und in der Gemeinschaft, sowie ein Eintreten für eine intakte Umwelt, sind Einstellungen und Grundhaltungen, von denen das Miteinander einer Gemeinschaft, eines Staates ja der ganzen Welt abhängig ist“, so Goll. Das junge Menschen diese Werte rechtzeitig kennen, zu schätzen wissen und auch zu leben lernten, sei auch ein Verdienst der Pfadfinder. „Kindern und Jugendlichen durch immer währenden Fleiß beharrlich aufzuzeigen, dass es eine lebenswerte Welt außerhalb von Twitter, Alexa und WhatsApp gibt, erfordert immer wieder aufs neue Kraft und auch Courage. Daher verleihen wir sehr gerne in diesem Jahr einen Courage-Orden an die „Kurfürsten von Lampertheim“, lobte Goll das Wirken der Pfadfinder. Im Name aller Geehrten bedankte sich zum Ende der Veranstaltung das „Gesicht“ des Tierschutzvereins, Annette Maring. Sie könne unzählige Geschichten aus dem Tierheim erzählen. Viel Leid habe sie gesehen, aber der Verein habe auch vielen Tieren helfen können. Aber eins steht fest: „Courage braucht man unbedingt.“ Eva Wiegand

 

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