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14.44 Uhr | 9. Juni 2021

Cooles Projekt für Skaterinnen und Skater

EKS: Skater-AG des Jugendhauses Bürstadt und der Sozialagentur Fortuna mit der Erich-Kästner-Schule

Das macht richtig Spaß: Die Skater-AG an der EKS in Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Bürstadt kommt sehr gut an. Foto: oh

BÜRSTADT – „Ich fahre seit gut einem Jahr Skatboard und finde es richtig cool, dass es jetzt eine Skater-AG gibt“, freut sich Lea. Nun könne sie noch mehr von anderen lernen und mit ihnen gemeinsam ihr Hobby ausüben. Die Skater-AG ist ein Pilotprojekt der Erich Kästner-Schule (EKS) in Zusammenarbeit mit der Sozialagentur Fortuna sowie dem Jugendhaus der Stadt Bürstadt. Seit diesem Schulhalbjahr ergänzt das bewegte und am sozialen Lernen orientierte Projekt das betreute Nachmittagsangebot der Schule. 

Impulsgeber für die Skater-AG waren Sven Dehoust, pädagogischer Leiter der EKS, und Oliver Haberer, Inhaber der Sozialagentur Fortuna, deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Auftrag der Stadt Bürstadt das Jugendhaus betreuen. An der Schnittstelle der Zielgruppe erkannten beide früh das Potenzial dieser Sportart sowie deren hohe Nachfrage in Bürstadt. „Wir bieten bei der aufsuchenden Jugendarbeit auf dem Freizeitkickergelände/Skaterpark etwa einen Skatertreff mit skatenden Betreuern des Jugendhauses an“, so Oliver Haberer. Das Angebot wird sehr gut angenommen. So hat sich nach und nach eine lockere Gruppe an Skatefreunden zusammengefunden, die gemeinsam Fahren, sich gegenseitig beim Einüben von Tricks unterstützen und zusammen Spaß haben. 

Skaten sei zugleich Ausdruck einer eigenen Jugendkultur und beinhaltet eine Vielfalt an Mehrwert und Synergieeffekte für die Ausübenden und für deren soziales Umfeld. Diese werden nun bei der Skater-AG als erlebnis- und sozialpädagogisches Konzept umgesetzt. „Dadurch möchten wir gemeinsam weitere Projekte zum Wohle der Zielgruppe fördern und für eine attraktive Kinder- und Jugendlandschaft sowie Freizeitgestaltung in Bürstadt sorgen“, betonen Oliver Haberer und Bürgermeisterin Barbara Schader. Die EKS und das Jugendhaus der Stadt Bürstadt kooperierten hierbei in der Vergangenheit schon des Öfteren bei unterschiedlichen Projekten miteinander. Die Skater-AG wird von Fachkräften des Jugendhauses betreut, die über Skaterfahrung sowie Übungsleiterlizenzen verfügen. Einmal in der Woche kommen die Schüler für 1,5 Stunden zum gemeinsamen Üben, Fahren, Spaß haben zusammen. Im Fokus stehen Bewegungserfahrungen, eine persönliche Weiterentwicklung, der Fair Play Gedanke, Teambildung und die Förderung von sozialen Kompetenzen sowie das soziale Lernen für sich und für die Gruppe. 

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten per Patenschaft jeweils ein „eigenes“ Skatboard und eine Schutzausrüstung, welche sie rein innerhalb des wöchentlichen AG-Angebotes nutzen können. Die Skater-AG geht hierbei bis zu den Sommerferien. Die Skatbords stammen alle vom Unternehmen Titus, dessen Inhaber Titus Dittmann ein Pionier der deutschen Skatboard-Szene ist. Von Dittmann wird es für die EKS Schüler zudem noch ein kleines Motivationsvideo geben. Coronabedingt fand nun erst das zweite Treffen der Skater-AG statt, aufgrund von Regen im Jugendhaus Bürstadt. Bei der Einführung ging es etwa auch um das Thema „Was bedeutet Freundschaft“, hieraus arbeiteten die Schülerinnen und Schüler Impulse wie: Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Respekt oder Vertrauen, auch für das Verhalten in der Skater-AG heraus. Eine Schülerin ergänzte: „miteinander lachen, nicht übereinander!“ und natürlich möchten alle auch ihre Fahrkünste mit Spaß verbessern. „Wiederholungen sind hier ganz wichtig“, weiß Skat-Anleiter und Betreuer Samuel Huy. Die Gruppe wurde nochmals aufgeteilt in die Kinder und Jugendlichen, die schon etwas sicherer auf dem Brett stehen und den reinen „Anfänger“, damit auf alle optimal eingegangen werden kann. Bewegungserfahrungen, Körperbeherrschung, Balance, Reaktionsvermögen, Motorik und koordinative Fähigkeiten werden hierbei geschult. „Beim Skaten sind schnelle Erfolgserlebnisse möglich, dass motiviert natürlich“, so Huy. Etwa beim Slalomfahren, hier zeigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konzentriert und arbeiteten mit dem hinteren Fuß und dem Brett dran, um die Hütchen zu fahren. „Es klappt bei mir schon sehr gut, ich finde es toll, dass hier gezeigt wird, wie man den Körper einsetzt, um das Board zu lenken“, erzählt Alex. Die Schüler werden bis zu den Sommerferien noch einiges lernen, neben der Beherrschung des Bretts stehen auch Theoriestunden zu Straßenverkehrsregeln auf dem Plan, weiterhin Fall- und Sturztechniken sowie das Einüben von ersten Tricks. zg

 

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