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08.42 Uhr | 14. September 2020

Butterbrotpapier statt Alufolie als Verpackung

TAG DER NACHHALTIGKEIT: Landfrauen hatten Vereinsvertreter zu einer Freiluft-Aktion eingeladen

Nachhaltigkeit fängt im Kleinen an, wie zum Beispiel beim Verpacken von Kuchen mit Butterbrotpapier. Foto: Petra Gahabka

HOFHEIM – Wie Klimaschutz aussehen kann, das haben die Hofheimer Landfrauen am „Hessischen Tag der Nachhaltigkeit“ gezeigt, der am vergangenen Donnerstag in die sechste Runde ging. Unter dem Motto „Das nächste Vereinsfest kommt bestimmt – Lebensmittel ohne Alu und Plastik verpacken“ hatte Vorstandsmitglied Charlotte Laible-Bär eine kleine Aktion auf dem Vorplatz des Bürgerhauses organisiert. 

„Auch wir möchten Aufmerksamkeit für Themen schaffen, die trotz der Corona-Pandemie nicht an Wichtigkeit verloren haben und sind deshalb mit am Start“, hieß es in der Einladung an die Hofheimer Vereine. Landfrauen-Chefin Birgit Biebesheimer freute sich bei bestem Wetter ein Dutzend Teilnehmer, darunter auch ein Mann, begrüßen zu können. Beim „Tag der Nachhaltigkeit“, der seit 2010 alle zwei Jahre stattfindet, waren die Hofheimerinnen bereits zum dritten Mal am Start. Nachhaltig leben fängt im Kleinen an, wie beispielsweise das Vermeiden von Müll. Papier und Pappe statt Alu- und Frischhaltefolie, lautet deshalb die Devise von Referentin Carola Stockmann, gelernte Bäckereifachverkäuferin mit 40-jähriger Berufserfahrung und im Prüfungskomitee der Bäckerinnung Bergstraße. 

Wer bei Vereinsfesten oder Veranstaltungen den Kuchen zum Mitnehmen in Papier packt, ist ökologisch gesehen auf dem richtigen Weg. Zum einen ist Holz ein nachwachsender Rohstoff und CO2-neutral, zum anderen lässt sich das Material sehr gut recyceln, was die Ressourcen weiter schont. Ziel der Freiluftaktion war es, ein festes Päckchen zum Transport zu haben. Da es nur um die Technik ging, ersetzten leere Verpackungen das süße Backwerk, zum Einwickeln wurden Zeitungen statt Butterbrotpapier verwendet, „damit kein unnötiger Müll entsteht“, merkte Stockmann an. Beim Einpacken galt es darauf zu achten, dass das Butterbrotpapier unter der Bäckerpappe lag, die als Boden für Stabilität sorgte. Abschließend wurden die Seiten einschlagen. Auch größere Papiertüten sind laut der Referentin eine gute Lösung, wenn es um eine schnelle und hygienische Verpackung geht.  

„Uns war es auch wichtig, dass die Vereine sich austauschen können. Viele haben gesagt, das Treffen war eine gute Idee“, so das positive Fazit von Initiatorin Laible-Bär. Unter Einhaltung der Abstandsregeln nutzten die Gäste gerne die Gelegenheit miteinander in Kontakt zu kommen. Auch wenn Corona das Jahresprogramm der Landfrauen jäh ausgebremst hat – in kleinem Rahmen fanden vor Kurzem eine Exkursion über die Maulbeeraue sowie ein Steinmetz-Workshop statt. Einmal wöchentlich trifft sich die Gymnastikgruppe zum Radfahren, und die „Strickliesels“ legen am Dienstag, 6. Oktober, wieder los. Petra Gahabka

„Wir schaffen was“

Am 20. September sind die Landfrauen im Rahmen des Freiwilligentags der Metropolregion Rhein-Neckar beim Projekt „Pflege des Rundwanderwegs Hofheim“, das das hiesige Geopark-vor-Ort-Team angemeldet hat, im Einsatz.  

 

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