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07.47 Uhr | 1. Februar 2021

Bürstadt Redskins trainieren allein und dennoch gemeinsam

TV BÜRSTADT: Abteilung American Football und Cheerleading des TV Bürstadt mit besonderem Trainingsprogramm 

Sowohl die American Footballer als auch die Cheerleader der Bürstadt Redskins trainieren derzeit alleine und doch gemeinsam. Foto: Redskins

BÜRSTADT – Kaum ein Verein in der Region kann auf derart viele landesweite, nationale und europäische Titel zurückblicken, wie der TV 1891 Bürstadt e.V. Bürstadt’s grösster Sportverein beherbergt nicht zuletzt mit seiner Abteilung American Football und Cheerleading eine Vielzahl an Meisterteams. Selbst im pandemiebestimmten vergangenen Jahr konnten die Redskins Seniors die hessische Vizemeisterschaft nach Bürstadt holen und die kleinsten Footballer freuten sich zum zweiten Mal in Folge über den hessischen Meistertitel im U13 Flagfootball. Für die drei Cheerleader-Teams hingegen waren alle Titelträume für 2020 bereits früh erledigt. Denn die Verbände hatten spätestens im Sommer alle Meisterschaften abgesagt. Dennoch haben sich auch die Cheers der Bürstädter weiter entwickelt und im August anlässlich der erfolgreichen Ferien-Workshops eine Cheerdance-Einheit gegründet, welche die zwar weniger athletische, dafür eine tänzerisch äußerst attraktive Variante des Cheering darstellt und sogar Flashmobs zulässt. Also überhaupt keine Lockdown-Lethargie bei den Redskins. Sondern vielmehr ein sich aufbäumen gegen Isolation und gesellschaftliche Abstinenz und dennoch jederzeit unter Einhaltung aller gebotenen Vorsichtsmaßnahmen.

„Gemeinsamer Sport im Verein ist ein wichtiger Klebstoff, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Soziale Kontakte, gemeinsame Ziele und deren Umsetzung, sowie der Spaß am Sport selbst und die Freude am gemeinsamen Erfolg. Es sind wichtige Elemente in der Entwicklung für Kids und Jugendliche. Auch für uns Erwachsene ist diese Gemeinsamkeit ein essentieller Aspekt gesellschaftlichen Lebens“, so Anna Messina, Chief of Bürstadt Redskins und selbst Mutter zweier Nachwuchs-Footballer.

Das haben die Redskins auch im zweiten Lockdown für sich erkannt und ein virtuelles Bodyweight-Workout-Programm, entwickelt von der Athletic Fitness Academy aus Cottbus, teamübergreifend für ihre American Footballer und Cheerleader eingeführt. Ergänzt durch wöchentliche Theorieeinheiten, welche teamspezifisch ebenfalls virtuell durchgeführt werden.

Bernd Fengel, Chief of Sports bei den Redskins: „Vor allem die Jugend nimmt das Angebot dankbar an, mit dem die Spieler selbst aber auch das Teamgefüge gestärkt werden. Wir alle hoffen, dass unsere Teams in diesem Jahr zu Einsätzen kommen werden. Daher wollen wir unsere Aktiven gut vorbereitet wissen, sobald es zum Training wieder auf den Platz oder in die Halle geht.“

Waldemar Krel, eigentlich Wide Receiver bei den Redskins-Seniors, ist der verantwortliche Coach für die Umsetzung der Workshops. Während er – gemeinsam mit seinem Teamkollegen und Running Back Jan Frommeld – an den freien Wochenenden am virtuellen Lehrgang zur C-Trainerlizenz des Verbandes teilnimmt, lädt er Dienstags und Donnerstags alle Teams der Redskins sowie deren Familien zum gemeinsamen Workout auf der Plattform „Teams“ ein, welche Meetings für bis zu 250 Teilnehmer zulässt. „In ihrer Gesamtheit bilden diese Workshops ein ganzheitliches Programm für Fitness und Ausdauer ab“, sagt Krel, der alle Übungen vorführt und wichtige Hinweise zur Korrekten und sicheren Ausführung gibt. „Wir konnten das Programm der Athletic Fitness Academy fast vollständig übernehmen und stellen fest, dass es altersübergreifend funktioniert. Ganze Familien nehmen teil und die Bereitschaft zum Mitmachen ist sehr hoch. So haben wir Anfang Januar begonnen und seither bei jedem Workshop mehr Teilnehmer. Natürlich vermissen wir alle das gemeinsame Training auf unserem Homefield. Und dennoch ist der Redskins-Spirit sogar virtuell spürbar.“

Cheerleading Coach Lisa Migenda nutzt das virtuelle Body-Workout, gemeinsam mit ihrem Partner, der wie Krel bei den Redskins Seniors spielt. Und auch ihr kleiner Sohn hüpft fröhlich mit. „Die Teilnahme an den Workouts ist keine Pflicht. Dennoch machen teilweise ganze Familien mit. Und was wir zu Beginn kaum glauben wollten: Der Spagat zwischen Football und Cheerleading funktioniert. Selbst virtuell spürt man unsere starke Gemeinschaft.“

Migenda weiter: „Wir wissen nicht, an welchen Cheerleader-Wettbewerben wir werden teilnehmen können. Unser Ziel ist selbstverständlich die Teilnahme an jeder Meisterschaft, die uns angeboten wird und wir wünschen uns, dass wir ab März zumindest wieder trainieren dürfen. Denn wir vermissen einander und hoffen, dass wir uns bald wieder sehen.“

Darauf hoffen auch die vier American-Football-Teams der Bürstadt Redskins. Bei denen – trotz Lockdown – bereits wieder viele neue Spielerinteressenten aller Altersklassen anklopfen. American Football und Cheerleading liegen einfach im Trend und die Redskins aus Bürstadt genießen kontinuierlich wachsende Anerkennung und Sympathie. zg

 

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Geschrieben in Sport

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