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10.39 Uhr | 11. Oktober 2021

Bürger können sich anmelden und Fragen stellen

Informationsforum zum Rückbau des AKW Biblis tagt digital am 25. Oktober

Der Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Karsten Krug (rechts) und Bürgermeister Volker Scheib, die beiden gleichberechtigten Vorsitzenden und Moderatoren des Informationsforums, laden die Bürger ein, sich für die Videokonferenz am 25. Oktober auf www.kreis-bergstrasse.de anzumelden. Foto: Hannelore Nowacki

BIBLIS – Die nächste Sitzung des Informationsforums wird am 25. Oktober um 18 Uhr stattfinden, wie schon im Januar als etwa zweistündige Videokonferenz im Internet mit Chatfunktion. Wie die beiden Moderatoren der Sitzung, der Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent Karsten Krug und Bürgermeister Volker Scheib, beim Pressegespräch im Bibliser Rathaus am Freitag mitteilten, kann sich jeder Bürger über die Seite www.kreis-bergstrasse.de (unten links) unter der Rubrik „Informationsforum AKW Biblis“ anmelden. Der Einwahllink wird etwa eine Woche vor der Veranstaltung per E-Mail verschickt. Hier sind auch alle Sitzungsprotokolle und sonstige Unterlagen sowie Fragen und Antworten aus früheren Sitzungen dokumentiert. Krug zeigte sich erfreut, dass sich für die erste digitale Sitzung im Januar etwa 40 Teilnehmer angemeldet hatten, nachdem seit Jahren ein stetiger Rückgang des Interesses an den Präsenzsitzungen festzustellen war, auch bei den Mitgliedern, zu denen neben dem Bibliser Bürgermeister, Landrat oder Umweltdezernent des Kreises Bergstraße als gleichberechtigte Vorsitzende, Vertreter der Kommunen, Mitglieder des Landtages, Vertreter der anerkannten Umweltverbände und Bürgerinitiativen vor Ort, der Gewerkschaften, des Regionalbauernverbandes Starkenburg und Wirtschaftsverbände gehören. RWE wird beim Forum am 25. Oktober zum Rückbau berichten, zum ersten Mal eingeladen ist die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) eingeladen, die seit 2019 in Deutschland für die Zwischenlagerung zuständig ist. RWE und BGZ sind im Forum nicht stimmberechtigt. 2020 wurde die Zwischenlagerung von leicht-, mittel- und hochradioaktiven Abfällen in Biblis von RWE auf die BGZ übertragen. Bürgermeister Scheib teilte mit, dass es zurzeit eine rege Bautätigkeit für ein BGZ-Bürogebäude auf eigenem Gelände gebe, das mit einem Zaun abgegrenzt werde. Das alte Kraftwerk sei eine Rückbaufabrik mit ausgefeilter Logistik. Der Abbau passiere von innen nach außen, mit Zerkleinerung und Reinigung, wobei der Brandschutz eine wichtige Rolle spiele. Bürgermeister Scheib sagt zur Zukunft des Kernkraftwerkgeländes voraus: „Es wird niemals eine grüne Wiese geben“. Vielmehr sieht Scheib dort Möglichkeiten für einen Gewerbepark und Forschung, da es die besonders günstige Verkehrsanbindung gebe, wie kaum an anderer Stelle. Um den Abriss für die nächste Generation vor Ort erlebbar zu machen, befürwortet Scheib die Einrichtung eines Dokumentationszentrums. „Ideen sind da“, betonte Scheib. Ein Kühlturm könnte Europas größtes Serverzentrum werden. Auf Nachfrage teilte Scheib mit, dass aktuell bei RWE in Biblis 350 Mitarbeiter und zusätzlich Partnerfirmen tätig seien. RWE-Anlagenleiter und „Abbaudirektor“ Matthias Röhrborn werde den Zeitplan vorstellen. Den Bürgern will Bürgermeister Scheib Mut machen, bei der Videokonferenz Fragen zu stellen: „Beim Rückbau gibt es keine Tabus“. Hannelore Nowacki

 

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Geschrieben in Biblis und Ortsteile, Lokal

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