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08.50 Uhr | 24. September 2021

BHB erschließt Weschnitzmündung und die Treppe des Großherzogs

VEREIN FÜR HEIMATGESCHICHTE NORDHEIM: BHB wieder auf großer Fahrt in den Westen

Unter Führung des Verein für Heimatgeschichte Nordheim e.V. erkundete die BHB unter anderem die „gelbe Treppe”. Foto: oh

NORDHEIM – Verordnungsbedingt konnten gut zwei Jahre keine Führungen der Behindertenhilfe Bergstraße unter der Leitung des Vereins für Heimatgeschichte Nordheim e. V. stattfinden. Da der Kontakt zwischen dem Verantwortlichen bei der BHB, Ralf Thomas-Rogala, und Führer Rüdiger Glaser vom VfH aber gut gepflegt wurde, konnte mit einer sechsköpfigen Gruppe die Tradition wieder fortgeführt werden, die Umweltschätze im Westen des Kreis‘ Bergstraße zu erschließen.

Bereits seit 2017 waren die Burg Stein, der Fährhausturm, die Richtstätte, der historische Brunnen auf der Maulbeeraue, der Myriameterstein und natürlich das Burg-Stein-Museum Ziel der Expeditionen der Natur- und Umweltgruppe der BHB. Ergänzend wurde 2018 ein Sammelbände-Paket für die Bibliothek der BHB vom damaligen Landtagskandidaten und heutigen Ersten Stadtrat Marius Schmidt gestiftet, um zusätzlich die Erinnerungen wach zu halten.

Mit der Weschnitzmündung und der Jagdtreppe des Großherzogs standen heute zwei weitere Kleinode auf dem Programm. Beim Marsch entlang des Rheinstroms vergingen die gut fünf Kilometer auch durch die imposanten Natureindrücke wie im Flug. Trotz der spannenden Geschichte der „gelben Treppe“ faszinierte doch die Mündung der Weschnitz in die Fluten von Vater Rhein noch stärker. 

Aber noch ist das Ausflugsjahr nicht zu Ende und Ralf Thomas-Rogala und Rüdiger Glaser schmiedeten für den Herbst natürlich schon die nächsten Pläne zur Erkundung weiterer verborgener Schätze in und um die Nordheimer Gemarkung.

Gelbe Treppe

Nach der mündlichen Überlieferung in Nordheim, wurde die Rheinufertreppe bei Rheinkilometer 453,46 aus gelben Klinkerbacksteinen, durch den jagdbegeisterten Großherzog von Hessen-Darmstadt erbaut. Hier legte sein Schiff von Darmstadt kommend an, er stieg mit seinen Jagdgästen über die Gelbe Treppe aus, um auf kurzem Weg in sein Jagdrevier in den Steiner Wald zu gelangen. Wahrscheinlich hat Großherzog Ludwig IV., der 1892, mit 54 Jahren starb, die Treppe in den Jahren ab 1880 errichten lassen. Quelle: Verein für Heimatgeschichte Nordheim e. V.

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Geschrieben in Biblis und Ortsteile, Nordheim

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