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Bewohner unterstützen und interaktive Prozesse anstoßen

Neue Konzepte zu Wohnungslosenhilfe und Quartiermanagement in östlicher Kernstadt / Jürgen Knödler in neuer Funktion 

Übernimmt mit dem Quartiermanagement in der östlichen Kernstadt in Bürstadt neue Aufgaben: Jürgen Knödler. Archivfoto: Benjamin Kloos

BÜRSTADT – Ende 2017 wurde die Stadt Bürstadt mit dem Gebiet der östlichen Kernstadt in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt” aufgenommen. Als Grundlage für die Durchführung des Programms wurde ein „Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept” (ISEK) erstellt. Eine der darin enthaltenen Maßnahmen ist die Weiterentwicklung der bestehenden Angebote und Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe. Ziel soll hierbei sein, von Wohnungslosigkeit betroffene Menschen möglichst schnell und dauerhaft vor Ort zu integrieren. Das hierzu zu entwickelnde Konzept soll dabei insbesondere Grundlage für eine Diskussion zum weiteren Umgang mit den bisher genutzten Liegenschaften Erbacher Straße 2 und Görlitzer Straße 9 – 11 darstellen. Dabei ist zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen diese Liegenschaften weiterhin für eine Nutzung im Rahmen der Wohnungslosenhilfe geeignet sind. Gleichzeitig ist auch die Schaffung von neuen Angeboten an anderer Stelle zu prüfen. Der Magistrat der Stadt Bürstadt hat beschlossen, das Diakonische Werk Bergstraße mit der Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes zur Wohnungslosenhilfe in Bürstadt zu beauftragen. „Das Diakonische Werk arbeitet in diesem Bereich bereits sehr kompetent im Kreis Bergstraße”, erläuterte Bürgermeisterin Barbara Schader die Entscheidung im Rahmen einer Magistratspressekonferenz. Die Kosten für das Angebot belaufen sich auf 12.720 Euro netto.

Gleichzeitig mit dem Gesamtkonzept zur Wohnungslosenhilfe wurden auch die weiteren Schritte bezüglich eines Quartiersmanagementes eingeleitet. Dieses soll die bestehenden Potenziale und Aktivitäten zur Schaffung von Orten der Begegnung und des Kennanlernens vernetzen und die Bewohner, aber auch die Gesellschaft, zu weiteren Maßnahmen aktivieren. „Wir wollen interaktive Prozesse innerhalb des Quartiers anstoßen”, so Bürgermeisterin Schader. Das Quartiermanagement soll die Stadt Bürstadt gemeinsam mit dem bereits beauftragten Programmmanagement der NH Projektstadt bei der Umsetzung des ISEK unterstützen. Das Stadtteilmanagement soll die Bewohner vor allem dazu befähigen, aktiv mit Problemen und Belastungen umzugehen und diese zu bewältigen. Gleichzeitig soll es ihn auch die Möglichkeit aufzeigen, die sie umgebenden Verhältnisse durch Teilnahme in Entscheidungs- und Entwicklungsprozessen im Rahmen der „Sozialen, gesunden Stadt” Bürstadt mitzugestalten. Der Magistrat der Stadt Bürstadt hat das Lernmobil e.V. mit den Leistungen des Quartiermanagements beauftragt – zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren bei einer Auftragssumme von 43.100 Euro pro Jahr mit Option auf eine Verlängerung. „Dies ist eine Riesenchance für unsere Stadt”, betonte Bürgermeisterin Schader und verwies mit Blick auf kritische Stimmen darauf, dass „das Verfahren völlig in Ordnung und transparent war und ist.” Die Aufgabe des Quartiermanager wird durch Jürgen Knödler übernommen. „Ich begrüße das sehr. Jürgen Knödler ist für Bürstadt ein Gewinn, er hat drei Jahre erfolgreich als Integrationsbeauftragter gearbeitet”, so Bürgermeistern Schader weiter. „Er kennt Bürstadt und ist sehr gut vernetzt. Es ist traurig, wie diffamierend teilweise über seine Person im Zuge dieser Entscheidung diskutiert wurde.”

In diesem Zusammenhang gibt es auch Veränderungen im Bereich des Integrationsbeauftragten. Der Vertrag mit dem Lernmobil Viernheim zur Erfüllung der Integrationsarbeit wurde um ein Jahr verlängert, allerdings muss das Lernmobil nun gewährleisten, dass die Stelle entsprechend besetzt wird, um Jürgen Knödler, der die Aufgaben im Quartiermanagement übernimmt, zu unterstützen und „somit die Integrationsarbeit auf hohem Niveau gewährleisten”, wie Bürgermeisterin Schader abschließend betonte. red

 

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