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09.21 Uhr | 21. Juni 2022
NATURSCHUTZ: NABU Lampertheim organisiert den Aufbau neben Hüttenfelder Blühwiese

Asttristen und Sandhügel für die Artenvielfalt

Der NABU Lampertheim errichtete im Seefeld neben der Blühwiese Asttristen für die Artenvielfalt. Foto: NABU Lampertheim

LAMPERTHEIM – Ast was? Asttriste? Was ist das denn? Der Begriff „Triste“ wurde früher häufig verwendet für „um eine Stange aufgehäuftes Heu oder Stroh“. Und warum errichten die vom NABU sowas? Die Totholzhaufen dienen Eidechsen als Sonnen- und Versteckplatz, denn sie werden nicht nur von Vögeln, sondern auch gerne von Katzen gejagt. Als Nachbarn in Totholzhaufen gesellen sich Igel, Blindschleichen, Spinnen, Käfer, Singvögel und Mäuse hinzu, denn sie finden hier Lebensraum und Jagdrevier. Sandhügel werden als Eiablageplatz und zum Überwintern benötigt. In unserer Kulturlandschaft finden viele Tiere immer weniger geeigneten Lebensraum. In direkter Nachbarschaft zu einer vom NABU angelegten Blühwiese sind Asttristen und Sandhügel eine sinnvolle Lebensraumergänzung, die die Artenvielfalt fördern.

An einem heißen Vormittag ist das eine schweißtreibende Arbeit, für die sich Mitglieder der NABU Ortsgruppe Lampertheim, mit vielen freiwilligen Helfern versammelten. Zur Freude aller ehrenamtlichen Helfer konnten schon am Ende der Arbeiten zwei Eidechsen gesichtet werden.

Bereits im Vorfeld kam unbürokratische Hilfe von vielen Seiten. Die Stadt Lampertheim ermöglichte die Errichtung auf städtischem Gelände in Abstimmung mit Fr. Reiner-Appelt vom Umweltamt. „Der Bauhof Heppenheim (Hr. Dexheimer) spendete Pfähle für die Asttristen, Hr. Androsch vom Gewässerverband Bergstraße lieferte in seiner Freizeit Sand und Steine an und Hr. May vom Landschafts- und Forstservice Laudenbach brachte das Schnittgut, mit dem die Asttristen gefüllt werden konnten vor Ort“, freut sich Sylvia Neumann vom NABU Lampertheim, die die Aktion im Vorfeld und vor Ort tatkräftig koordinierte. zg

 

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