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14.00 Uhr | 11. November 2021 | PR-Anzeige

Alle 10.085 Mitglieder erhalten 1 Prozent Dividende

RAIFFEISENBANK RIED: Aufsichtsratsmitglieder Brigitte Daiker-Neumann und Karsten Krug wiedergewählt

Vorstand und Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Ried nach der Vertreterversammlung (von links): Harald Heiser, Frank Ohl, Claus Diehlmann, Karsten Krug, Rüdiger Engert und Thomas Hartmann (nicht anwesend: Brigitte Daiker-Neumann und Frank Jäger). Foto: Hannelore Nowacki

BÜRSTADT – Alles war ein wenig anders als sonst, denn für die Vertreterversammlung der Raiffeisenbank Ried am Dienstagabend im Bürgerhaus galten die aktuellen Corona-Regeln und die Sitzplätze hatten Abstand zueinander. Zwischen jeweils zwei Stühlen waren auf einem Beistelltischen „als Proviant für den Abend“ Getränke und Teller mit Brezel und belegtem Brötchen platziert, bis dahin war Maske zu tragen. Auch waren wegen der Raumverhältnisse nicht so viele Ehrengäste wie sonst eingeladen, wie die Zuhörer zu Beginn der nicht öffentlichen Veranstaltung erfuhren. Aufsichtsratsmitglied Karsten Krug leitete die knapp zweistündige Versammlung in Vertretung der erkrankten Vorsitzenden Brigitte Daiker-Neumann. Vorstand und Aufsichtsrat wurden nach dem Bericht des Vorstandes über das Geschäftsjahr 2020 und Bericht des Aufsichtsrats über seine Tätigkeit sowie der Beschlussfassung über die Verwendung des Jahresüberschusses einstimmig entlastet. Die Wahlleitung für die turnusgemäße Wahl zweier Aufsichtsratsposten übernahm der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Harald Heiser. Im Vorfeld hatten Daiker-Neumann und Krug für den Fall einer Wiederwahl bereits erklärt, die Wahl anzunehmen. Da keine weiteren Kandidaten vorgeschlagen wurden, konnte der Wahlvorgang zügig durchgeführt werden. Mit einstimmigem Ergebnis haben die Vertreter die Aufsichtsratsvorsitzende Brigitte Daiker-Neumann und Karsten Krug im Amt bestätigt. Die weiteren Aufsichtsratsmitglieder sind Rüdiger Engert, Thomas Hartmann, Harald Heiser und Frank Jäger. Auf der Tagesordnung stand die Beschlussfassung zu einer Vielzahl von Satzungsänderungen, geleitet von Bürgermeisterin Barbara Schader, die der Raiffeisenbank Ried zunächst ihre Anerkennung aussprach. Die Satzungsänderungen waren „nur für den Notfall“, erklärte Vorstand Claus Diehlmann in seinem Bericht, um eine digitale Vertreterversammlung bei Corona bedingten Maßnahmen zu ermöglichen. Geschäftsgrundlage sei weiterhin die wichtige persönliche Begegnung. Diehlmann skizzierte das wirtschaftliche Umfeld in Deutschland im Jahr 2020: Ein Minus von 4,9 Prozent des Bruttoinlandprodukts, Einkommensverluste auf Arbeitnehmerseite sowie weiterhin der Leitzins bei 0,0 Prozent. Dennoch habe die Raiffeisenbank auch im letzten Jahr Kurs halten können. Vorstand Frank Ohl untermauerte dieses „zufriedenstellende Ergebnis“ mit Zahlen. Die Bilanzsumme von 431,2 Millionen Euro sei um 8,68 Prozent gestiegen. Durch Neukredite von 47,4 Millionen Euro seien Arbeitsplätze seien gesichert und geschaffen worden. Gerade „die überschaubare Größe“ der Genossenschaftsbank sei für die Kunden ein Vorteil – nur wenige Tagen seien nötig vom Beratungsgespräch und Antrag bis zur Vertragsunterschrift. „Wir sind nicht billig, sondern preiswert – unseren Preis wert“, betonte Ohl. Als zweckgebundene Fördermittel stehen 35 Millionen Euro an Corona-Hilfskrediten in der Bilanz, deren Bedingungen ständig wechselten, mit der Folge, dass die Berater regelmäßig Wochenenddienste hatten. Die Mitarbeiter seien hochmotiviert und langjährig beschäftigt, neun junge Menschen seien in Ausbildung. Von den Kunden werde besonders die persönliche Beratung geschätzt, denn sie haben es mit echten Menschen zu tun, die ihre Sprache sprechen, anstatt mit künstlicher Intelligenz, Elektronik und Maschinen. Trotz Nullzinsen seien die Kundeneinlagen mit einem Plus von 3,75 Prozent auf 340,8 Millionen Euro erneut gewachsen. „Mitgliedschaft zahlt sich richtig aus“, machte Ohl deutlich: Die 10.085 Mitglieder erhalten 1 Prozent Dividende. In Einzelfällen bekommen Mitglieder mit intensiver Geschäftsbeziehung erstmals durch den neuen Mitgliederbonus in Verbindung mit der Dividendenauszahlung bis zu 10 Prozent. Diehlmann prognostizierte, dass der Zinsdruck, alle Banken betreffend, permanent hoch bleiben werde. Das sei dem Eingriff der EZB in einen ehemals funktionierenden Markt zu verdanken. Eine Entwicklung habe sich durch Corona verstärkt, erklärte Diehlmann: Das Smartphone und der heimische PC ersetzen die Bankfiliale für immer mehr einfache Dienstleistungen und das komplette Angebot. Daher werde die Bobstädter Filiale zum 30. Dezember 2021 geschlossen. Die Filiale in Wattenheim werde mit Veränderungen bleiben. Wie in Hofheim soll mit Hilfe eines Investors Wohnraum auf dem Areal erschlossen werden. Hannelore Nowacki 

 

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Geschrieben in Aus der Geschäftswelt

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