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Änderungsantrag zur Beschlussvorlage Kulturstätte 

SPD-FDP-Koalition im Pressegespräch zu aktuellen Themen

Im Unterdorf, hier in der Riesengasse hinter dem Stadthaus sind die Flächen bereits im Besitz der Stadt Lampertheim, wie Fritz Röhrenbeck (von links), Gottlieb Ohl und Marius Schmidt beim Pressegespräch erläuterten. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Im Pressegespräch der SPD-FDP-Koalitionäre am Mittwoch im Alten Rathaus ging es um aktuelle Themen und Ausblick auf zukünftige Projekte. Mit Blick auf die Sitzung des Stadtentwicklungs-, Energie- und Bauausschusses (SEBA) am Donnerstagabend stand das Thema Kulturstätte an erster Stelle. FDP-Fraktionsmitglied Fritz Röhrenbeck, auch SEBA-Vorsitzender, zeigte sich überzeugt, dass alle Parteien und Bürger mit der Lösung abgeholt werden. Gottlieb Ohl, Stadtrat mit besonderen Aufgaben und zuständig für das Stadtmarketing wie auch aktiv im Beirat Regiebetrieb Stadtmarketing, berichtete von der Neuordnung des Stadtmarketings mit ihm selbst und drei Mitarbeitern. Die Ziele, die in der Beiratssitzung am Freitag vorgestellt wurden seien „von allen Seiten gelobt worden“. Im Beirat seien Vertreter der Fraktionen im Stadtparlament, Fachleute und Spezialisten vertreten. Ohl stellte fest: „Der Lackmustest ist bestanden“. Ob ein Wirtschaftsförderer benötigt wird, sei noch eine Frage, über die der Bürgermeister und er noch nachdenken. Zur Frage einer Kulturstätte wies SPD-Fraktionsvorsitzender und SEBA-Mitglied Marius Schmidt darauf hin, dass bereits im Wahlprogramm seiner Partei und im Koalitionsvertrag eine mittelgroße Kulturstätte geplant war. „Campus oder nicht Campus? Was können wir bezahlen?“ Der Campus als Standort sei durchaus charmant, aber eine Multifunktionsnutzung sei nicht möglich. Die Kosten für den Neubau einer Kulturstätte im Rahmen des Großprojekts Campus Biedensand des Kreises Bergstraße hätte allein die Stadt Lampertheim zu tragen, machte Schmidt deutlich. Denn in seinem Schreiben vom 29. April an Bürgermeister Gottfried Störmer hatte der Landrat mitgeteilt, dass der Kreis Bergstraße keine derartige Halle für seine Schulen benötige. Für schulische Veranstaltungen werden weiterhin Aulen zur Verfügung stehen. Im Grundsatz gelte: Jeder bezahlt, was er möchte. Allenfalls anteilige Kosten könnte der Kreis übernehmen, wenn Räumlichkeiten gemeinsam genutzt würden. Im Ergebnis seien die entscheidenden Vorteile, wie in der Beschlussvorlage für den SEBA genannt und von SPD und FDP erhofft, nicht gegeben. Der Bau der Kulturstätte auf dem Campus wäre zudem erst am Ende der 10-jährigen Projektzeit möglich. „Die finanziellen Fragen bleiben“, meinte Schmidt, der auf die weiteren Belastungen des Haushalts hinwies, die durch die Altlasten in Neuschloß mit den Sandgruben und dem Roten Hof Belastungen von 2,5 Millionen Euro entstehen, auch dies ein Thema bei der Ausschusssitzung. Auch die Forderung des Regierungspräsidiums zur Straßen- und Kanalsanierung werde Kosten verursachen. Aufgabe der Politik sei es nun „Wünschenswertes und Machbares in Einklang zu bringen“. Alternative Vorschläge hat die Koalition von SPD und FDP parat, die sie in einem Änderungsantrag zur Beschlussvorlage im SEBA und in der nächsten Stadtverordnetenversammlung zur Abstimmung stellen wird. In die Konzepterstellung der Verwaltung soll die Hans-Pfeiffer-Halle aufgenommen werden, die Platz für bis zu 1.200 Personen biete und allein im Foyer Veranstaltungen mit bis zu 400 Personen ermögliche. Große Veranstaltungen fänden hier statt, ebenso Schulsport. Diese Halle zu sanieren und auf ein höheres Niveau zu heben sei sinnvoll. Ein modernisiertes Foyer in Verbindung mit den Außenbereichen könnte attraktiv gestaltet werden. Parkplätze seien in großer Zahl vorhanden und auch die Lärmsituation „sehr gut gegriffen“. Ein Argument von Gewicht: „Die Kosten einer Sanierung sind deutlich günstiger als der Neubau“. Außerdem sei die Hans-Pfeiffer-Halle im Besitz der Stadt Lampertheim. Aber zwei Drittel der Finanzierung müssten aus dem Budget der Bund-Länder-Förderung kommen. Wie die Hans-Pfeiffer-Halle soll die Sanierung der Zehntscheune in die Konzeption einbezogen werden und barrierefrei geplant werden. Schon mehrfach sei die Sanierung der Zehntscheune verschoben worden. Für die modernisierte Zehntscheune sprächen die wertvolle zentrale Innenstadtlage als belebende Komponente, geeignet als Bühne für alle kulturellen Bereiche. Wie die Vereinsförderung sei die Schaffung einer Kulturstätte Aufgabe der Stadt, betonte Röhrenbeck. Bei der Innenstadtverdichtung hält die Koalition an ihrem Beschluss für einen Investorenwettbewerb für das Quartier Emilienstraße/Domgasse fest. Sofern ein Erwerb der Grundstücke erfolgt, könnte ein Investor eine „Markthalle“ bauen, ein Funktionsgebäude mit Wohnungen – jedoch nicht als Ersatz für eine Kulturstätte. Ebenfalls ein mittelfristiges Projekt sei das Unterdorf entlang der Riesengasse, von der Kaiserstraße über die Römerstraße bis zur B 44. Die Fläche hinter dem Stadthaus als Standort für den Verwaltungsanbau und eine neue Kita sollte zügig entwickelt werden. Den Stadtumbau sehen die beiden jungen Lokalpolitiker Marius Schmidt und Fritz Röhrenbeck auch als „Thema für die Jungen“ und wollen sich mit Elan einbringen. Hannelore Nowacki

  

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