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10.23 Uhr | 25. Februar 2019

53.368 Bahnen für Damians Therapie

Beim 24-Stunden-Schwimmen kommen über 11.000 Euro zusammen

Kurz vor dem Startschuss: Der kleine Damian und seine Familie freuen sich über die Unterstützung. Foto: Eva Wiegand

LAMPERTHEIM – Es ist die letzte große Veranstaltung im Lampertheimer Hallenbad vor der einjährigen Sanierungspause: Am vergangenen Samstag startete das 24-Stunden Schwimmen für den kleinen Damian, organisiert von der Stiftung Athletes for Charity und mit Unterstützung der Geschäftsführung der Biedensand Bäder. Mit der Aktion wird die Familie von Damian unterstützt, denn eine teure Delfintherapie, bei der mit Gesamtkosten von rund 10.000 Euro zu rechnen ist, könnte dem Siebenjährigen, der seit seiner Geburt an einer genetisch bedingten Entwicklungsstörung leidet, helfen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Stiftung Athletes for Charity für Familien mit kranken oder behinderten Kindern stark macht und Geld sammelt. Aus seiner Erfahrung weiß Athletes for Charity-Gründer Marco Steffan, dass eine Delfinthearpie bei Kindern mit ähnlichen Diagnosen zu deutlichen Erfolgen geführt hat. Deshalb lautete sein Aufruf gleich zu Beginn und kurz vor dem Startschuss: „Mit jeder Bahn unterstützen sie Damian.“ Und das ließen sich schließlich weder ganze Vereinsgruppen, noch einige Ausnahmeathleten und erst recht keine Einzelkämpfer zweimal sagen: Es wurden unglaubliche 53.368 Bahnen geschwommen – das entspricht 1.334 Kilometer. „Das 24-Stunden Schwimmen für den kleinen Damian hat damit all unsere Erwartungen übertroffen“, erklärte Steffan am Sonntag nach der abgeschlossenen Aktion. „Es waren immens viele Lampertheimerinnen und Lampertheimer unter den Teilnehmern“, berichtete er weiter. Außerdem gingen auch einige Sportvereine aus der Region, darunter sogar die Handballer des TV Groß-Rohrheim und die Behindertensportgruppe des TSV Auerbach an den Start. Die blinde Triathletin Lena Dieter vom TSV Amicitia Viernheim schwamm beeindruckende 158 Bahnen. Ultra-Athlet Tristan Vinzent, der im normalen Wettkampf die zehnfache Ironman-Distanz von 38 Kilometer Schwimmen, 1.800 Kilometer Rad und 422 Kilometer Laufen bewältigt, legte im Lampertheimer Hallenbad kurzerhand eine Trainingseinheit ein und schwamm zahlreiche Bahnen. Jürgen Stumpf, der amtierende Weltrekordhalter im Langstreckenschwimmen Ü50, zog seine Bahnen nahezu ohne Pause durch die 24 Stunden und legte nur für einen kurzen Besuch bei seiner in Lampertheim lebenden Schwester eine Unterbrechung ein. Außerdem wurde in Lanzarote von Profi Tri-Athlet Johannes Moldan für Damian geschwommen, ebenso von Freizeit-Triathleten in Polen und in Berlin. „Insgesamt sind durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren über 11.000 Euro Spende für Damians Therapie zusammengekommen. Wir danken allen von ganzem Herzen, die an dieser Aktion teilgenommen haben“, freute sich Steffan über die erfolgreiche Veranstaltung. Jens Klingler, Geschäftsführer der Biedensand Bäder, hofft, bei der Eröffnung des sanierten Hallenbads in 2020 im Rahmen einer ähnlichen Aktion erneut jemandem helfen zu können. Eva Wiegand 

 

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