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09.12 Uhr | 22. Mai 2020 | PR-Anzeige

200 Jahre Florence Nightingale – 200 Jahre Pflege

Ökumenische Diakoniestation Lampertheim erinnert an Lichtgestalt der modernen Krankenpflege und lebt ihr Vermächtnis

Eine gute und effektive Pflege zum Wohl des Pflegebedürftigen hat bei der Ökumenischen Diakoniestation in Lampertheim oberste Priorität – getreu dem Vermächtnis von Florence Nightingale.  Foto: oh

LAMPERTHEIM – Florence Nightingale (1820 – 1910) widmete ihr Leben dem Aufbau einer modernen Krankenpflege. Im Krimkrieg pflegte sie ab 1854 verwundete Soldaten – ungewöhnlich für eine Frau der britischen Oberschicht. Sie verbesserte hierbei die hygienischen Bedingungen, die Pflege und die Ernährung der Soldaten maßgeblich, was zu einem starken Rückgang an Verstorbenen durch Krankheiten führte. Da Florence Nightingale nachts häufig mit einer Lampe durch das Lazarett wandelte, um nach den verletzten Soldaten zu sehen, bekam sie den Spitznamen „Die Lady mit der Lampe”. So wurde sie wortwörtlich zu einer Lichtgestalt der modernen Krankenpflege. Die Ökumenische Diakoniestation Lampertheim erinnert anlässlich ihres Geburtstages, der sich am 12. Mai zum 200. Mal jährte, an diese außergewöhnliche Frau, die Maßstäbe für die Pflege von heute setzte.

Strukturen in Pflegealltag gebracht

Erstmals wurden von Florence Nightingale Hygiene-Überlegungen in die Praxis umgesetzt, die uns bis heute begleiten. In Zeiten von Corona ist dies besonders bedeutungsvoll. So zum Beispiel das Hände waschen, um den Genesungsprozess von Patienten zu beschleunigen und um Krankheiten zu vermeiden.
Florence Nightingale hat darüber hinaus zahlreiche Schriften zur Krankenpflege verfasst, die in einer eigenen Pflegetheorie münden.  Durch sie kam es erstmals zur Gründung einer Nightingale-School of Nursing, die als Grundlage zur Professionalisierung der Pflege gilt. Die Schule war so berühmt, dass die Absolventen dieser Schule von den britischen Krankenhäusern angefordert wurden, um Strukturen in den Pflegealltag zu bringen. In den angelsächsischen Ländern ist der Pflegeberuf eine anspruchsvolle Aufgabe – verbunden mit einem Studium auf Hochschulniveau. Krankenpflege wurde gerade dank Florence Nightingale zu einem gesellschaftlich geachteten und anerkannten Berufsweg für Frauen. Sie legte dabei Ausbildungsstandards fest, die in der von ihr gegründeten Krankenpflegeschule erstmals eingesetzt – und erprobt – wurden. Noch heute ist eine „Nurse“ mit mehr Kompetenzen als ein Gesundheits- oder Krankenpfleger in Deutschland ausgestattet.

Möglich wurde die Gründung der ersten Schwesternschule dank zahlreicher Spenden, die Florence Nightingale aufgrund ihrer Popularität nach dem Krimkrieg sammeln konnte. Auch heute spielt die finanzielle Unterstützung durch Spenden in der Pflege eine große Rolle. So unterstützt die Diakoniestiftung die Arbeit der Ökumenischen Diakoniestation – unter anderem werden mit den Zinsen der finanziellen Mittel, die durch die Zustifter zur Verfügung gestellt werden, therapeutische Materialien für die Tagespflege „Meine Zeit”, für Schulungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie für die tägliche Arbeit der Diakoniestation finanziert. Informationen über die Arbeit der Diakoniestiftung finden Sie unter www.diakonie-stiftung-lampertheim.de

Standards in der ambulanten Pflege

Florence Nightingale hat zahlreiche bis heute gültige Standards in der ambulanten Pflege festgelegt. So soll Pflege immer unter der Berücksichtigung der äußeren Einflüsse erfolgen: Wie geht die Familie mit dem Pflegebedürftigen um? Wo braucht es Unterstützung und Anleitung durch ausgebildete Fachkräfte? So gewinnt die Zusammenarbeit mit den Angehörigen eine größtmögliche Bedeutung.
Heute bilden die Angehörigen einer Pflegeperson das wichtigste Bindeglied zum Patienten – die Grundlagen wurden vor nahezu 200 Jahren von Florence Nightingale gelegt. Wie gestaltet sich der Sozialkontakt des Pflegebedürftigen?  Wer unterstützt diese? Wie ernährt sich der Pflegebedürftige, wer kontrolliert täglich die Flüssigkeitsbilanz täglich? All diese Fragen können gemeinsam mit den Angehörigen zur bestmöglichen Versorgung des Pflegebedürftigen geklärt werden. 

Aufgaben der Pflegedienste heute
Neben einer guten und effektiven Pflege, die eine Verbesserung des Gesamtzustandes des Pflegebedürftigen erwirken soll, besteht eine zweite wesentliche Aufgabe des Pflegedienstes von heute in der Unterstützung der Angehörigen in Bezug auf die Ernährung, die Bewegung, Sozialkontakte und die Ressourcenaktivierung.
Die Diakoniestation bietet deshalb neben der originären Pflege auch die Beratung in der Häuslichkeit zu bestimmten Pflegefragen, zu Pflegeschulungen in der Diakoniestation und auch für die Betreuung von Menschen mit Demenz in der Tagesbetreuung „Meine Zeit“ an. So stellt das kompetente Team sicher, dass die ihm anvertrauten Menschen bestmöglichst gepflegt und versorgt und die Angehörigen in den Pflegeprozess eingebunden werden. Auf diese Weise lebt die Ökumenische Diakoniestation Lampertheim das Vermächtnis der Florence Nightingale. Benjamin Kloos

Weitere Informationen bei:

Ökumenische Diakoniestation Lampertheim

Hospitalstraße 1

68623 Lampertheim

Tel.: 06206/9097-0

www.diakoniestation-lampertheim.de

 

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Geschrieben in Aus der Geschäftswelt

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