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19.06 Uhr | 4. Mai 2021

20 Sekunden für die Gesundheit

HYGIENE: Am 5. Mai 2021 ist der Tag der Händehygiene / Kreis weist auf die Bedeutung des Händewaschens hin

Anlässlich des Tages der Handhygiene am 5. Mai weist der Kreis Bergstraße auf die Bedeutung des Händewaschens hin. Foto: www.pixabay.com

KREIS BERGSTRASSE – Regelmäßiges und richtiges Händewaschen leistet nicht nur in Zeiten der Coronavirus-Pandemie einen wichtigen Beitrag, um sich und andere zu schützen. Denn die richtige Handhygiene gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionskrankheiten. Seit 2009 wird daher am Tag der Händehygiene auf die Wichtigkeit der Handhygiene aufmerksam gemacht. Und das an einem symbolischen Datum, denn der 5. Mai (05.05.) steht für die jeweils fünf Finger an jeder Hand. Ursprünglich wollte der Initiator, die Weltgesundheitsorganisation, die Aufmerksamkeit speziell darauf lenken, wie wichtig die Handyhygiene bei medizinischem Personal ist. Doch die Gesundheit aller profitiert davon, diese einfache hygienische Maßnahme in unseren Alltag zu integrieren.

 

Die Umsetzung und Wahrung der Hygieneregeln im öffentlichen Raum zur Vorbeugung einer Ansteckung mit dem Coronavirus hat für den Kreis Bergstraße aktuell oberste Priorität. So wurde beispielsweise ein Hygienemodul für Mitarbeiter entwickelt, bei dem Empfehlungen zur Händehygiene, zur persönlichen Hygiene sowie zu Reinigungs- und Desinfektionsverfahren geben werden. „Hygiene geht uns alle an und die Einhaltung einer guten persönlichen Hygiene im Privatem, wie im Arbeitsleben, vermag die Verbreitung verschiedener Viren effektiv zu verhindern“ so das Fazit von Gesundheitsdezernentin Diana Stolz. Die richtige Hygiene lernen bereits die kleinen Bergsträßerinnen und Bergsträßer. „Das Corona-Virus hat die Welt seit Monaten fest im Griff. Hygiene ist deshalb wichtiger denn je, um einer Infektion vorzubeugen – besonders auch im Schulalltag. Wir hatten hierzu die Idee, jede Grundschule im Kreis mit einer ‚Hygienekiste‘, die zahlreiche Informationen enthält, zu versorgen,“ so Diana Stolz.

 

Viele Menschen scheinen es mit dem Händewaschen jedoch nicht so genau zu nehmen. Ergebnisse einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigen: Nur 36 Prozent der Studienteilnehmenden waschen sich ihre Hände ausreichend lang. Erst mit einer Waschdauer von mindestens 20 Sekunden lassen sich die Keime an den Händen auf weniger als ein Tausendstel senken. Immerhin 87 Prozent aller Frauen und Männer benutzen Seife oder Waschlotion beim Händewaschen. Beim Einseifen sollte darauf geachtet werden, dass alle Finger einschließlich der Fingerspitzen, die Fingerzwischenräume und die Handrücken 20 bis 30 Sekunden lang mit Seife eingerieben werden. Ist keine Seife vorhanden, sollte man dennoch nicht auf das Händewaschen verzichten. Auch Wasser alleine entfernt zumindest einen Teil der Erreger. Zu guter Letzt sollte das gründliche Abtrocknen nicht vernachlässigt werden, denn feuchte Hände übertragen 1.000 Mal mehr Keime als trockene. Außerdem entfernt das Abtrocknen der Hände durch die Reibung zusätzlich Keime, die noch an den Händen oder im Wasser an den Händen haften.

 

Im privaten Umfeld ist eine Händedesinfektion im Allgemeinen nicht erforderlich. Das Waschen der Hände mit hautfreundlicher Seife reicht aus, um Keime zu minimieren. Ausnahmen bestehen dann, wenn ein Familienmitglied krank ist. Dazu zählen beispielsweise Fälle, in denen Familienmitglieder an Infektionen mit Bakterien wie Salmonellen erkrankt sind, mit multiresistenten Erregern besiedelt sind oder an hochansteckenden Erkrankungen wie Grippe oder Norovirus-Infektionen leiden. Auch wenn abwehrgeschwächte Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko im Haushalt leben oder pflegebedürftige Angehörige versorgt werden, kann eine zusätzliche Händedesinfektion sinnvoll sein.

 

Fünf Schritten für saubere Hände –  fünf Schritte zum Schutz der Gesundheit:

Wer seine Hände effektiv waschen will, sollte laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung einige einfache Grundregeln beachten:

1.            Nass machen: Die Hände werden unter fließendes Wasser gehalten. Die Temperatur kann dabei so gewählt werden, dass sie angenehm ist.

2.            Rundum einseifen: Handinnenflächen, Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume und Fingerspitzen sollten gründlich eingeseift werden.

3.            Zeit lassen: Gründliches Händewaschen dauert mindestens 20 Sekunden, bei stark verschmutzten Händen auch länger.

4.            Gründlich abspülen: Die Hände sollten unter fließendem Wasser abgespült werden.

5.            Sorgfältig abtrocknen: Das Abtrocknen der Hände – auch der Fingerzwischenräume – gehört zum wirksamen Händewaschen dazu. Durch das Abtrocknen werden Keime entfernt, die noch an den Händen oder im restlichen Wasser an den Händen haften. zg

 

 

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Geschrieben in Aus dem Nibelungenland, Lokal

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