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13.07 Uhr | 10. Juni 2021

1.000 Euro an das Forschungsnetzwerk Lampertheim als Überraschungspreis

MAGISTRATSPRESSEGESPRÄCH: Finale des Deutschen Kitapreis als Anerkennung des Engagements / Digitale Informationsveranstaltung der Bahn am 21. Juni / Desinfektionszeiten im Freibad entfallen

Auch beim bisher letzten Forschertag des Lampertheimer Forschernetzwerk in der Goetheschule im April 2019 wurde eifrig geforscht – für das Engagement des Netzwerkes gab es nun bei der Verleihung des Deutschen Kita-Preises 1.000 Euro als Überraschung. Archivfoto: Benjamin Kloos

LAMPERTHEIM – Beim monatlichen Magistratspressegespräch der Stadtverwaltung Lampertheim präsentierten Bürgermeister Gottfried Störmer und der Erste Stadtrat Marius Schmidt drei Punkte. Neben Neuigkeiten zu den Öffnungszeiten des Freibades der Biedensand Bäder und Informationen zu einer digitalen Bürgerinformationsveranstaltung zur ICE-Neubaustrecke stand insbesondere die Verleihung des Deutschen Kita-Preises im Mittelpunkt – hier war das Lampertheimer Forschernetzwerk nominiert und zog ins Finale ein.

Den Auftakt machte jedoch einmal mehr die künftige ICE-Trasse: Wie die DB Netz AG mitgeteilt hat, möchte sie im Juni und Juli  Anwohnerinnen und Anwohner der Kommunen entlang der ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim über den aktuellen Stand der Planungen informieren. Dazu werden drei digitale Informationsveranstaltungen mit jeweils unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten entsprechend der Streckenabschnitte durchgeführt. Die für in Lampertheim betroffene Bürgerinnen und Bürger relevante Veranstaltung findet am Montag, 21. Juni, von 17 bis 19 Uhr statt. Dieser Termin betrifft den Streckenabschnitt zwischen Gernsheim – Mannheim-Waldhof. Auf der Internetseite www.frankfurt-mannheim.de werden die Links, über die man an der Veranstaltung teilnehmen kann, einen Tag vor der Veranstaltung veröffentlicht. 

Bürgermeister Störmer erläuterte hierzu: „Wir haben über viele Jahre die Konsenstrasse hochgehalten, seit gut einem Jahr wissen wir, dass wir eine andere Variante haben – nämlich die Direktvariante, die durch unseren Wald führt. Diese wird aber zumindest in der Lampertheimer Gemarkung in Wald und Feld als Tunnel angelegt sein. Der Tunnel wird mit Baggern von oben ausgehoben, dann wird Beton reingegossen und anschließend wieder geschlossen. Über den Beton kommt ein Erdaufwurf von vier bis fünf Metern Stärke, um im Bereich des Waldes neu aufzuforsten und im Bereich des Feldes dieses wieder landwirtschaftlich zu nutzen. Wir fordern jedoch weiterhin, dass der Schutz des Waldes höher anzusiedeln ist und daher ein Tunnel in bergmännischer Bauweise erstellt wird – ohne Erde abtragen und damit Bäume fällen zu müssen Wir sind hier mit Lorch und Einhausen im Schulterschluss. Es wäre gut, wenn sich möglichst viele Bürger*innen über diese Informationsmöglichkeit der Bahn am 21. Jun ins Bild setzen würden.”

Aktuelles aus den Biedensand Bädern

Der Erste Stadtrat Marius Schmidt berichtete über Neuerungen bezüglich der Öffnungszeiten des Freibades, die ab der kommenden Woche gelten: „Wir werden dann durchgehende Öffnungszeiten haben, da die Desinfektionspausen, die unter der Woche zweimalig und am Wochenende einmalig stattfinden, gestrichen werden können. Es gibt diesbezüglich einen neuen Pandemiplan unseres Dachverbandes in Deutschland. Demnach können wir die Infektionsschutzmaßnahmen so gewährleisten, dass die Pausen wegfallen können. Wir wollen die Öffnungszeiten zudem weiter ausweiten und sind dazu mit den schwimmbadnutzenden Vereinen im Gespräch“

Darüber hinaus besteht noch bis zum 28. Juni die Möglichkeit, Dauerkarten für das Freibad im Alten Rathaus zu erwerben. „Wir bitten um telefonische Voranmeldung unter 06206/935286 in Art des Click&Meet.  Es freut uns sehr, dass die Nachfrage groß ist”, so Marius Schmidt. Dauerkartenbesitzer haben in diesem Jahr einen weiteren Vorteil: Sie müssen sich nicht extra für den Schwimmbadbesuch registrieren, da ihre Kontaktdaten bereits hinterlegt sind. Zudem gibt es eine extra Schlange im Eintrittsbereich, um unnötige Wartezeiten zu vermeiden.

Große Anerkennung

Am Mittwoch wurde in einer digitalen Veranstaltung der Deutsche Kita-Preis verliehen – im Finale stand auch das Forschernetzwerk Lampertheim in der Kategorie „Bestes Bündnis”. „Wir haben mitgefiebert, der Preis für das beste lokale Bündnis bundesweit ging aber nach Schleswig-Holstein”, erläuterte Marius Schmidt. Aber: Es gab zwar keinen Bundessieg, aber 1.000 Euro als Überraschungspreis. Bei den Verantwortlichen des Forschernetzwerkes gab es daher auch keine Enttäuschung – schließlich war schon alleine die Finalteilnahme bereits ein großer Erfolg, immerhin hatten sich über 1.200 Kitas und lokale Bündnisse beworben. „Unter die besten 10 zu kommen ist eine reife Leistung”, lobte Marius Schmidt. „Und der Überraschungspreis ist ein wunderbares Startbudget für die nächsten Aktionen. Die Themen Umweltbildung, Natur verstehen – Natur schützen sowie Klimaschutz betreiben stehen hier an.” Auch Bürgermeister Gottfried Störmer war angesichts des Erfolgs des Forschernetzwerkes begeistert. „Das ist eine tolle Anerkennung dessen, was hier seit Jahren geleistet wird. Das Engagement der Mitwirkenden ist gar nicht hoch zu bewerten, dies ist deutlich geworden.”

Kinder sind von Natur aus neugierig – diese Neugier zu fördern sowie am Leben zu erhalten, ist eines der Ziele des Forschernetzwerkes. Von der Kindertagesstätte bis zum Abitur und darüber hinaus bis zur Ausbildung und in den Beruf hinein wirkt diese bundesweit einmalige Zusammenarbeit zwischen Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen. Mit im Boot des Forschernetzwerks sind neben den Lampertheimer Grundschulen auch alle Kindertagesstätten sowie die weiterführenden Schulen.

Und dies ist von großer Bedeutung: Denn schon im Kindergarten die Faszination naturwissenschaftlicher Experimente zu erleben ist in Lampertheim dank des Forschernetzwerkes ganz normal. Und wenn die Kinder dann in die Grundschule wechseln bringen sie ein vertieftes Verständnis für naturwissenschaftliche Phänomene mit, die ihnen im Alltag begegnen. In den weiterführenden Schulen kann im Unterricht auf ein solides Fundament von Begeisterung und Wissen aufgebaut werden. Und einmal im Jahr treffen sich alle teilnehmenden Kitas und Schulen zu einem Forschertag, bei dem die Experimente und Ergebnisse in Erlebnisräumen anschaulich aufbereitet präsentiert werden. Der 12. und bislang letzte Forschertag fand 2019 in der Goetheschule statt. Ein weiterer Vorteil der Forscherwerkstatt: Nicht nur das Forschen selbst, sondern auch die Sprachentwicklung wird gefördert. Daher ist die Finalteilnahme beim Deutschen Kita-Preis der verdiente Lohn für das außergewöhnliche Engagement zugunsten der Kinder in Lampertheim. Benjamin Kloos

 

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