Mo., 23. Oktober 2017
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„Wo meine Sonne scheint“

Schlagerprojekt der Musikschule gestaltete eine heitere Stunde für Senioren

Bürgermeister Gottfried Störmer begrüßte die Senioren im Haus Dominikus zum Eröffnungskonzert des Schlagerprojekts der Musikschule Lampertheim unter der Gesamtleitung von Musikschulleiter Joachim Sum (links). Das Projekt wird von der Stadt Lampertheim gefördert. Foto: Hannelore Nowacki

LAMPERTHEIM – Zur Einstimmung überreichten Chor und Band den Senioren schwungvoll „Tulpen aus Amsterdam“ am Schluss gab es wunderbaren „Griechischen Wein“, mit dem einst Udo Jürgens sein Publikum begeisterte – eine musikalische Zeitreise mit vielen schönen Stationen zur See, auf der Reeperbahn oder in Mendocino. Auf jeden Fall führte das Schlagerprojekt der Musikschule die Senioren dorthin „wo meine Sonne scheint“, wie es Catharina Valente vor Jahrzehnten gesanglich zu Herzen gehen ließ. Zum diesjährigen Eröffnungskonzert hatte das Schlagerprojekt der Musikschule Lampertheim ein großes, abwechslungsreiches Programm mit rund zwanzig deutschen Schlagern mitgebracht, die auch nach Jahrzehnten nichts von ihrer Frische und Aussagekraft verloren haben, wie die Resonanz bei den Senioren bewies. Für die heitere Moderation sorgte Musikschulleiter Joachim Sum, der das Schlagerprojekt seit 2010 leitet. Mit interessanten Informationen zu den Jahren, in denen sich die einzelnen Schlager auf unzähligen Plattentellern drehten, und witzigen Pointen führte Sum durch das musikalische Programm, immer im einfühlsamen Dialog mit dem Publikum, mit Chor und Band. Neues, junges Bandmitglied ist Nina Laut, die als Solistin am Saxofon begeisterte. Unter den Gästen des Eröffnungskonzerts waren Bürgermeister Gottfried Störmer und Rolf Hecher, Fachbereichsleiter für Bildung, Kultur und Ehrenamt. Die Stadt Lampertheim und „cultur communal“ unterstützen das Schlagerprojekt im Rahmen des Programms zum demografischen Wandel seit 2015. Der Gemeinschaftsraum im Haus Dominikus in der Anne-Frank-Straße füllte sich nach dem vorgezogenen Abendessen zusehends, viele Senioren saßen im Rollstuhl, andere nutzten ihren Rollator. Nachdem das Musikensemble die Instrumente aufgebaut und verkabelt und sich der Chor positioniert hatte, begrüßte Musikschulleiter Joachim Sum die Senioren zu dem etwa einstündigen Konzertgenuss. Der Chor unter der Leitung von Ulrike Müller probt für diese Konzertreihe jedes Jahr von Februar bis April, die Band absolviert ihre Übungsstunden mit Musikschulleiter Sum ganzjährig. Bürgermeister Störmer erinnerte in seiner Ansprache daran, dass dieses Schlagerprojekt vor sieben Jahren eine Idee zum Freiwilligentag war, das sich zu einem ehrenamtlichen Langzeitprojekt entwickelt hat. „Ich sehe fröhliche Gesichter, das soll Musik bewirken“, meinte Störmer mit Blick in die Zuschauerrunde. Auch die Moderation trage besonders dazu bei. Es gehe darum, Freude zu haben und Gemeinschaft zu erleben. Das Schlagerprojekt trete in jedem Lampertheimer Seniorenheim auf. Die gute Stimmung nahm weiter Fahrt auf, die Augen leuchteten auf und nach jedem Stück klatschten die Senioren Beifall. Beim Lied „Schöne Maid“ bewies das Publikum ausgeprägtes Rhythmusgefühl, auf die Ansage „eins, zwei, drei vier“ gaben die Senioren mit Dirigent Sum temperamentvoll klatschend den Takt an. Hannelore Nowacki

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