Mo., 11. Dezember 2017
Sie sind hier: Home » Hofheim » Transparenter Schutz vor Bahnlärm
Von: 6. Dezember 2017 weiterlesen →

Transparenter Schutz vor Bahnlärm

Deutsche Bahn baut insgesamt 1.925 Meter Schallschutzwände in Hofheim / Erster Teilabschnitt abgeschlossen

Setzten gemeinsam den Schlusspunkt zum ersten Bauabschnitt der Lärmsanierung an der Bahnstrecke in Hofheim: Bürgermeister Gottfried Störmer (2.v.l.), Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Hessen (3.v.l.), die Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht (3.v.r.), Ortsvorsteher Alexander Scholl (2.v.r.) und der Erste Stadtrat Jens Klingler (r.). Foto: Benjamin Kloos

HOFHEIM – Reger Andrang herrschte am Mittwoch an der Bahnlinie in Hofheim. Und auch wenn nicht der Nikolaus an seinem Ehrentag vorbeikam, erhielten die Hofheimer Bürger doch ein besonderes Geschenk: Denn die Deutsche Bahn baut in Hofheim insgesamt drei Schallschutzwände mit einer Gesamtlänge von 1.925 Metern. Im Rahmen des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ investiert der Bund 2,63 Millionen Euro für zwei Schallschutzwände. Für die Verlängerung der Schallschutzwand auf der Nordwestseite um 171 Meter trägt die Stadt Lampertheim die Kosten in Höhe von 239.000 Euro.

Der erste Bauabschnitt ist nun beendet und bietet für die Anwohner entsprechenden Schutz vor dem Bahnlärm. Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Hessen, und Gottfried Störmer, Bürgermeister der Stadt Lampertheim, hoben hierzu gemeinsam das letzte Wandelement ein. Die Schallschutzwände sollen bis 2018 fertiggestellt sein, sie werden in zwei Bauabschnitten errichtet.

„Mit dem Programm zur freiwilligen Lärmsanierung stellt der Bund dieses Jahr 150 Millionen Euro für mehr Lärmschutz an bestehenden, besonders belasteten Bahnstrecken bereit“, sagte Dr. Klaus Vornhusen. „Ich freue mich, dass jetzt auch Hofheim durch die Investition von rund 2,86 Millionen Euro profitiert.“ Ein weiteres Augenmerk richte die Bahn auf die Bekämpfung des Lärms genau dort, wo dieser entsteht: Bei den Bremssystemen bei Güterzügen. „Hier haben wir bereits die Hälfte der Systeme umgerüstet, auch dies trägt zum Lärmschutz bei.”

In Hofheim habe man 2014 mit dem Projekt begonnen, ergänzte Dr. Vornhusen.„Wir hatten mit der Stadt fruchtbare Gespräche und es ist schön, dass diese die Kosten für den dritten Bauabschnitt trägt und somit noch mehr für die Bürger tut. Vielen Dank an die Anwohner für ihr Verständnis auch im Bezug auf den Baulärm, und vielen Dank an die Mitarbeiter der Bahn vor Ort, die bei Wind und Wetter diese Maßnahme umsetzen.”
Bürgermeister Gottfried Störmer freute sich, „in eine große Schar von Menschen blicken zu können. Es ist gut, dass wir gemeinsam das letzte Teil des ersten Bauabschnittes einsetzen können. Was hier entstanden ist, ist ein gelungener Schallschutz mit Sichtfenstern. Wir hoffen auch in Zukunft gemeinsam Lärmschutz zum Wohl der Bürger hinzubekommen.” Denn die Bahn sei gerade in Zeiten des heutigen Verkehrsaufkommens von großer Bedeutung. ”Die Bahn transportiert Menschen, dabei ist es wichtig, das Angebot der Bahn so gestalten zu können, dass dieses gut genutzt wird – gerade mit Blick auf die Dauerstelle auf der A6, die täglichen Staus in und um Rosengarten aber auch den zunehmenden Verkehr in den Innenstädten.”  Der Schutz der Bürger sei für die Stadt von besonderer Bedeutung, daher habe man von städtischer Seite auch mit Blick auf die Entwicklung neuer Wohngebiete die Kosten für den dritten Bauabschnitt und damit besseren Schallschutz übernommen. Zudem seien die Bürger frühzeitig mit eingebunden gewesen, ergänzte Bürgermeister Störmer. „Viele Bürgerinnen und Bürger werden durch den Bau der Schallschutzwände entlastet. Sie gewährleisten einen entsprechenden Schutz vor dem Schienenverkehrslärm, auch für diejenigen, die nicht direkt an der Eisenbahnstrecke wohnen.“
Zusätzlich zu den Schallschutzwänden kommt in circa 43 Wohneinheiten passiver Schallschutz zum Einsatz, wie beispielsweise der Einbau von schalldämmenden Fenstern und Lüftern. Dafür werden weitere rund 200.000 Euro investiert.
Im ersten Bauabschnitt wurden auf einer Strecke von 700 Metern Schallschutzwände errichtet. Dieser Bauabschnitt umfasste die Bereiche, die tagsüber von außen gebaut werden konnten. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten erfolgt der zweite Bauabschnitt vom Gleis aus in Sperrpausen in der Nacht. Für den Bau der Wände werden moderne lärmgedämpfte Arbeitsgeräte eingesetzt. Trotzdem lassen sich Belästigungen durch Lärm und Staub auch nachts und an den Wochenenden leider nicht vermeiden. Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit diesen Arbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten. Benjamin Kloos

Kommentare sind geschlossen