Mo., 20. November 2017
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Von: 17. Juli 2017 weiterlesen →

Kerweborsch und Kerwemädel in Hochform

Kerwe in Riedrode – Spaß bei Gaudispielen, Musik, Speis und Trank

Die Spaten gruben sich tief ins lockere Erdreich – und dann die Überraschung. „Da hilft kein Tierarzt mehr“, rief Kerwevadder Sebastian Kreiling. Aber der Kerwewein sah noch gut aus, noch eine Flasche wurde entkorkt, um die Zuschauer mit einem Schluck Kerwewein zu erfreuen. Foto: Hannelore Nowacki


RIEDRODE – „Wem ist die Kerwe? – Unser“ – dieser Ruf schallte aus vielen Kehlen, das Signal zu vier fröhlichen Kerwetagen. Am Dorfbrunnen und im Festzelt war am Wochenende großes Programm mit Livemusik und Vergnügen geboten und auch am Montag wird weiter gefeiert – bis die Kerwe bis zum nächsten Jahr hinter dem Bürgerhaus ihre Ruhestätte findet. Wie das Ausgraben der Kerwe ist auch das Eingraben ein Ereignis mit Publikumswirksamkeit. Zum Ausgaben am Freitagabend hatten sich Kerweborsch und Kerwemädel mit Spaten ausgerüstet, die sie in flotter Prozession mit Ansage im Kerwedorf und im Festzelt präsentierten. Was bei den Gaudispielen zu leisten war, ließ sich am Dorfbrunnen schon erahnen – ein riesiger Traktor mit bedeutsamen elf Tonnen Gewicht glänzte in der Sonne und ein Tisch für die zu leerenden Bierhumpen war aufgestellt. Die Spielanleitung war mit Kreide in Großbuchstaben auf den Asphalt geschrieben: „Trinke“ und „Ziehe“. In beiden Disziplinen schlugen sich die Teams wacker, doch gewonnen hat die Riedroder Familie Schwaier. Als Hauptgewinn nannte Kerweopa Bernd Deckenbach schelmisch freien Eintritt zur Kerwe am Freitag und Teilnahme am Gießkannentrinken mit allen Kerweborsch am Montag. Angetreten waren zuerst acht Riedroder Kerweborsch, die auch das sechsköpfige Hofheimer Kerweborschteam mit Mannpower auffüllten. In der Seilschaft der lokalen Prominenz zogen CDU und SPD gemeinsam den Traktor über die Ziellinie. Auch die Kerwemädel bewiesen Zugkraft, allerdings kamen hinter dem Schlepper einige Kerweborsch mit muskulärer Schubkraft zur Hilfe. Erst im Rückwärtsgang brachte Kerweopa Deckenbach die 260 PS zur Geltung, ganz ohne Qualm, aber mit kräftigem Schnurren. Ortsvorsteherin Kirstin Garb verstärkte die Riege der Kerweborsch und Kerwemädel, die auch vier Kerwetage lang auf die tatkräftige Bürstädter Sonnenbotschafterin Alicia Keinz als Praktikantin zählen konnten. Bei der Ausgrabungszeremonie blickte Kerweopa Deckenbach anerkennend auf die „stattliche Anzahl“ von fast zwanzig Kerweborsch und Kerwemädel und berichtete den zahlreich erschienenen Zuschauern von deren Leistungen beim Kerwe-Einstandsfest eine Woche zuvor. „Sie können auch richtig was tun – der Rasenspielplatz wurde gemäht und die Bänke am Bürgerhaus gestrichen“. Deckenbach dankte den Helfern und den Sponsoren, die den Kerwebesuchern Livemusik an drei Tagen bei freiem Eintritt ermöglichten. Das Organisationsteam hatte zur Kerwe Feuerzeuge und Kappen mit Wappen im Angebot. Neben der gastronomischen Versorgung im und am Festzelt wurden die Besucher am Sonntag nach der original Riedroder Kerweredd mit Kaffee und Kuchen im Bürgerhaus verwöhnt. Hannelore Nowacki

Information

Bei der Kerwe und vorher brachten sie volle Leistung: Kerwevadder Sebastian Kreiling und Maxi Molitor, Mundschenk Fabian Kreiling, die Kerwemädel Miriam Hoffmann, Meike Ruhl, Lena Faecke, Natascha Hof, Jessika Lederer, Lea Engel, Nicole Eberle und Laura Kolander sowie die Kerweborsch Robin Ofenloch, Andreas Gussmann, Marvin Grieser, Nils Schwaier, Bastian Kukutschka, Maurice Gündling, Philipp Lamoth und Nils Heydenreich, unterstützt von Sonnenbotschafterin Alicia Keinz.

Einen kräftigen Zug Bier hatten die Teams des Gaudispiels bereits genommen, als sie den Traktor am Seil über die Ziellinie zogen. Foto: Hannelore Nowacki

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