Mi., 26. Juli 2017
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Jugendliche unter Anleitung im Trommelrhythmus

Summertime in Lampertheim – im Trommel-Workshop auf Weltreise

Trommellehrer Lucas Possel hatte beim Workshop im Rahmen von „summertime lampertheim“ hochmotivierte Teilnehmer, die trotz aller Konzentration sichtlich Spaß am Trommeln hatten. Foto: Hannelore Nowacki


LAMPERTHEIM – „Es sind eure Ferien, ihr sollt hier Spaß haben“. Mit dieser Ansage bereitete Lucas Possel, Lehrer an der Musikschule Lampertheim und studierter Musiktherapeut, die vier angemeldeten Jugendlichen im Musikraum der Begegnungsstätte Zehntscheune auf die nächsten viereinhalb Stunden beim Trommel-Workshop vor. Wenig später wurde klar, das war wirklich ernst gemeint, denn schon die ersten Übungen klangen richtig gut und die kleine Runde hatte offensichtlich Spaß am Trommeln. Allerdings geht es ohne Konzentration und motivierte Anstrengung nicht. Vorkenntnisse seien nicht nötig, so steht es im Programm der Jugendförderung der „summertime lampertheim“ zum Trommel-Workshop für Jugendliche ab 12 Jahren. Alle Rhythmusbegeisterten waren eingeladen, für nur fünf Euro Kostenbeitrag einen ganzen Nachmittag lang grundlegende Schlagtechniken zu erlernen und Rhythmen aus aller Welt kennenzulernen. Auch eigene Ideen sollten bei der Reise in die Welt des Grooves ausprobiert werden. Ziemlich schnell kamen diese eigenen Ideen ins Gespräch, wobei die jungen Trommler unter der fachkundigen Anleitung zunächst ganz locker in lateinamerikanische Rhythmen eintauchten. Dass es mit dem afrikanischen Trommelrhythmus ein wenig schwieriger werden würde, ließen die mitreißenden Kostproben des Trommelexperten ahnen. In der Vorstellungsrunde zu Beginn erzählten Marvin und Kevin, dass sie noch nie getrommelt haben, während Sebastian sogar seine eigene afrikanische Trommel mitgebracht hatte und Cedrik von seiner Trommelerfahrung aus dem Musikunterricht in der Schule berichtete. Trommellehrer Possel hatte sich als Ziel für den Nachmittag vorgestellt, dass alle den Rhythmus stabil durchziehen und eine Einheit sind. Dann könne es sogar mit dem mehrstimmigen afrikanischen Trommeln klappen, mit Grundrhythmus, zweiter Stimme, Solostimme und Bassstimme. Die grundlegenden Hinweise, wie die Congas zu halten sind, damit sie gut klingen und die Trommler mehr „Spielraum“ für eine lockere, schmerzfreie Schlagtechnik haben, setzten die Jugendlichen sogleich um. Leicht nach vorn gekippt, mit den Beinen gehalten, gaben die Congas beim Schlag in die Mitte einen satten Bassklang. Ganz leise mit leichten Händen beginnend, steigerten die jungen Trommler die Lautstärke, dann spielten sie gekonnt verschiedene Rhythmen. Manfred Scholz, bei der Jugendförderung der Stadt Lampertheim tätig, hörte begeistert zu. Die Begeisterung erfasste auch Lisa, die ihren Bundesfreiwilligendienst leistet und schon Erfahrung mit ihrer afrikanischen Trommel hat. Da noch ein Platz freigeblieben war, füllte sie die Runde auf. Hätten sich mehr Teilnehmer gemeldet, wäre sicher ein weiterer Workshop zustande gekommen, meinte Scholz. Aus einem solchen Ferienworkshop sei einst die Mädchenband der Jugendförderung entstanden. Hannelore Nowacki

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