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Von: 25. November 2014 weiterlesen →

Adventsausstellung des Künstlervereins als Besuchermagnet

Erfolgreich an nur einem Tag – frisches Grün fast ausverkauft

Alle Kinder, die dem freundlichen Nikolaus im Bürgerhaus begegneten, fragte er nach einem Weihnachtsgedicht oder –lied, bevor er aus dem Sack einen Schokoladennikolaus spendierte. Foto: Hannelore Nowacki

Alle Kinder, die dem freundlichen Nikolaus im Bürgerhaus begegneten, fragte er nach einem Weihnachtsgedicht oder –lied, bevor er aus dem Sack einen Schokoladennikolaus spendierte. Foto: Hannelore Nowacki

BÜRSTADT – Diesmal hatten die Besucher nur einen Tag Zeit, um bei der Adventsausstellung des Künstlervereins nach passenden Geschenken oder nützlichen und dekorativen Dingen für sich selbst Ausschau zu halten. Doch diese Stunden von elf Uhr vormittags bis 18 Uhr abends nutzten so viele Besucher, dass zwischenzeitlich die Parkplätze rund um das Bürgerhaus rar wurden und die breiten Gänge im großen Saal an ihre Kapazitätsgrenzen kamen.  Da der Künstlerverein keine Genehmigung für den Totensonntag erhalten hatte, öffneten sich nur am Samstag die Tore des Bürgerhauses für den vergnüglichen Bummel durch die Adventsausstellung. Die über 40 Aussteller machten die Entscheidung nicht leicht – überall gab es etwas zu entdecken, schönes Kunsthandwerk und hübsche Handarbeiten ließen die Herzen höher schlagen und schienen zu sagen: „Nimm mich mit“. Bei Steffi Mailänder und Vera Horn hatten viele Hände zugegriffen, am Nachmittag warteten nur noch ein paar wenige Adventsgestecke auf Käufer. Das Erfolgsrezept: „Frische der Ware und das Preis-Leistungsverhältnis“, meinten die beiden gut gelaunten Damen. Außerdem achten sie darauf, dass es auch den Kindern gefällt. Zuschauen, wie die handwerklichen und künstlerischen Produkte entstehen oder selbst kreativ tätig werden – die Adventsausstellung bot Einblicke und viel Mitmachpotenzial. Marcus Sauer freute sich, dass er einen echten Bücherwurm mit nach Hause nehmen konnte, selbst aus Schmuckperlen gefertigt, die Martina Billinger für ihre Schmuckstücke aus speziellem Kunststoff in vielen Farben und Größen formt. Auch eine Kerze hat der junge Mann gegossen, sie musste nur noch in der Spitztüte fest werden. Beim Abholen am Stand von Mirja Mietzker-Becker, die eigene Kerzen für jede Gelegenheit anbietet, strahlte er zufrieden.

Wenn es draußen trüb und grau ist, können die lustigen Schneemänner am Fenster für gute Laune sorgen. Foto: Hannelore Nowacki

Wenn es draußen trüb und grau ist, können die lustigen Schneemänner am Fenster für gute Laune sorgen. Foto: Hannelore Nowacki

Der Nikolaus hatte einen großen Sack geschultert, der viele Schokoladennikoläuse fasste. Bald war die Last leichter geworden. Sein Wunsch an die Kinder: „Sag mir ein Weihnachtsgedicht auf oder singe ein Lied“. Familie Margara fuhr zweigleisig – Wolfgang Margara hatte viele bunte Vogelhäuschen gebaut und bemalt, seine Frau hat ein Händchen für entzückende Puppenbekleidung in bester handgearbeiteter Qualität. Genähte Unikate hatte Barbara Koch aus Beindersheim auf dem Tisch, zum Beispiel originelle Babykleidung und Beaniemützen aus möglichst schadstofffreien Stoffen gefertigt. Sonja Emmerich, ihre Nachbarin am nächsten Tisch und im Ort, weckte mit ihrer Idee des Geburtstagskissens mit individuellen Angaben großes Interesse. Beide Hobby-Künstlerinnen ließen sich bei der Arbeit gerne über die Schulter schauen. Die Angebote der Genussmeile waren am Nachmittag schon merklich ausgedünnt, den Besuchern hatte geschmeckt, was geboten war. Cäcilia Georgi ließ mit Erfolg ihre Elchkekse testen, auch die Schmandbrote gingen weg wie warme Semmeln. Ausverkauft war die Kekssorte „Mann mit Herz“ – das Motto: „Ich hab dir einen Mann gebacken, den kannst du heute Abend vernaschen“. Beim Weingebäck konnten die zahlreichen Naschkatzen Georgis mundartliche Einschätzung teilen, die auch schriftlich vorlag: „desschmeggtgudunsubberfoi“. Kaffeekunst nennt Jens Rettig das Rösten seiner Perlbohnen. Am Stand der Kaffeemanufaktur steckte man die Nase in die Tüte, um sich vom Duft betören zu lassen. Geschmacklich liege die Sorte „Baba Budan“ zwischen Stachelbeere und Nelke, sagte der Fachmann. Katja Meier aus Bürstadt hatte den schönsten Stand, das fand eine Mehrzahl von Ausstellungsbesuchern. Dank dieser Bewertung erhielt sie den mit 50 Euro dotierten Hauptpreis. „Uns ist eine schöne Präsentation der Dinge wichtig“, sagte die Vereinsvorsitzende Anette Jansen im Gespräch mit dem TIP. Auch auf Vielfalt lege der Künstlerverein Wert und dass immer etwas Neues dabei ist. So viele Bewerbungen wie für dieses Jahr habe es nie zuvor gegeben, daher mussten mehrere abgelehnt werden, berichtete Jansen. Der gemeinnützige Verein spende den Erlös stets für soziale Zwecke. Hannelore Nowacki

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Geschrieben in: Bürstadt und Stadtteile, Lokal

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